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Autor Thema: Versagung von Leistungen - Bedarfsgemeinsschaft  (Gelesen 415 mal)

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Offline JayDee

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Versagung von Leistungen - Bedarfsgemeinsschaft
« am: 21. Februar 2021, 00:26:00 »
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin selbstständiger Trockenbauer.

Aufgrund des Lockdowns bin ich derzeit besonders viel mit der Betreuung meiner Kinder beschäftigt (8Monate, 3 Jahre) und komme nicht gut zum Arbeiten. In diesem Monat habe ich nun Grundsicherung für Selbstständige beantragt, da wirklich gar kein Geld mehr rein kommt.

Ich wohne mit der Mutter meiner Kinder in einer Wohnung. Sie oben mit den Kindern, ich unten im Keller mit eigenem Schlafzimmer, eigenem Bad, eigenem Kühlschrank.  Wir teilen und die Küche. Wir sind seit über anderthalb Jahren getrennt. Bleiben der Kinder wegen aber zusammen wohnen.

Das Jobcenter vermutet jetzt, wir seien eine Bedarfsgemeinschaft,
 - da wir länger als ein Jahr zusammenleben (Stimmt nicht, sind vor 8 Monaten wieder zusammengezogen. Diese Wohnung mit ihren beiden getrennten Etagen macht es möglich)
- da wir mit gemeinsamen Kindern zusammen wohnen
- da wir Kinder im gemeinsamen Haushalt versorgen.
ich müsse zum Antrag noch Einkommensnachweise und Vermögensnachweise der Kindesmutter beilegen

Gegen diese Vermutung habe ich Widerspruch eingelegt. Wir haben getrennte Lebenshaltungen. Meinen Teil der MIete zahle ich monatlich an die Kindesmutter, die das Geld weiter an den Vermieter bezahlt. Er wollte seinerzeit keine getrennten Mietverträge. Ansonsten ist sonnenklar, dass wir eine Wohngemeinschaft sind.

Nun habe ich einen Versagungsbescheid zugestellt bekommen, da ich mich weigere über die Vermögensverhältnisse der Mutter Auskunft zu geben. Tatsächlich verfügt die Mutter über einen Bausparvertrag mit mehr als 10.000 Euro. Geld angelegt für die Kinder. und wirklich kein erhebliches Vermögen. Außerdem ist die Kindesmutter nicht bereit über ihre Vermögensverhätnisse auskunft zu geben.

Habe ich eine Chance gegen den Bescheid wiederum Widerspruch einzulegen?

wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? als Selbstständiger bin ich freiwillig gesetzlich versichert. Bin ich mit Ablehnung jetzt einfach nicht mehr krankenversichert?

Welche Möglichkeiten habe ich außerdem Geld zu beantragen?

Coronahilfen sind bereits abgelehnt worden. Es mangelt letzlich auch nicht an der Arbeit, Nur an der Zeit arbeiten zu gehen, auf Grund eines Betreuungsengpasses.
Kredit ist ebenfalls bereits abgelehnt worden
Jetzt hat das Jobcenter ebenfalls abgelehnt, und ich bin plötzlich mit 2 kleinen  Kindern in einer ernsthaft existensbedrohenden Situation, in der ich nicht nur meinen Betrieb zu verlieren drohe, sondern schlicht weg nichts mehr zu essen kaufen kann.


Online bebe82

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Re: Versagung von Leistungen - Bedarfsgemeinsschaft
« Antwort #1 am: 21. Februar 2021, 00:58:17 »
Wie ist denn der Betreuungsanteil der Mutter?

Wenn es nur daran liegt, dass du keine Aufträge annehmen kannst, kann man es sich doch entsprechend aufteilen.

V.a. Warum ist niemand von Euch beiden in Elternzeit?

Online crazy

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Re: Versagung von Leistungen - Bedarfsgemeinsschaft
« Antwort #2 am: 21. Februar 2021, 01:46:33 »
Elterngeld für das 8 Monate alte Kind.
Außerdem, wenn Du die Betreuung erledigst muss die Mutter Dir Betreuungsunterhalt zahlen und auch Unterhalt für die Kids. Wo ist das Problem?
Mutter geht arbeiten, Du hast die Kinder, klare Aufgabenverteilung. Oder geht Mutter nicht arbeiten???

Online NevAda

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Re: Versagung von Leistungen - Bedarfsgemeinsschaft
« Antwort #3 am: 21. Februar 2021, 07:50:54 »
Was bei mir ankommt:
Du kannst nicht arbeiten, damit die Mutter arbeiten kann. Sie ist aber nicht bereit, dafür etwas zu bezahlen (existenzbedrohend, nicht einmal was zu essen kaufen können).
Entweder da fehlen elementare Informationen - oder Du hast das mit der Grundsicherung nicht verstanden.
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline Birgit63

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Re: Versagung von Leistungen - Bedarfsgemeinsschaft
« Antwort #4 am: 22. Februar 2021, 07:39:11 »
Wenn ein Elternteil wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten gehen kann (egal ob verheiratet oder nicht), dann muss der arbeitende Elternteil diesem Elternteil Betreuungsunterhalt zahlen. D. h. wenn deine Exfreundin arbeiten geht, dann muss sie dir Betreuungsunterhalt zahlen, weil du wegen der Kinder nicht arbeiten gehen kannst.