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Autor Thema: Sozialschutz-Pakete & tatsächliche KdU während Corona  (Gelesen 316 mal)

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Offline Oberlump

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Sozialschutz-Pakete & tatsächliche KdU während Corona
« am: 22. Februar 2021, 18:45:17 »
Hallo,

ich blicke leider immer noch nicht ganz durch, wann und wann nicht die tatsächlichen KdU weitergezahlt werden.

Der Artikel https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/grundsicherung-1783154 und die "Fragen und Antworten" hier https://www.bmas.de/DE/Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-Zugang-SGB2/faq-zugang-sgb2.html sind zwar teilweise sehr detailliert, aber teilweise auch nicht ganz verständlich (gerade in Bezug auf die Ausnahme(n)).

Zur Ausgangslage:

Nach einer Trennung und Auflösung der Wohngemeinschaft wurden für mich die KdU in 2019 unangemessen und man übernahm (nach der Trennung) für 6 Monate übergangsweise die tatsächlichen KdU weiter.

Folge-Bescheid 08/2019 = Übernahme tatsächliche KdU für 08/2019 bis 01/2020
Folge-Bescheid 02/2020 = Übernahme tatsächliche KdU für 02 bis 05/2020, 06 bis 07/2020 Übernahme auf Mietobergrenze reduziert
Folge-Bescheid 08/2020 = Übernahme tatsächliche KdU für 6 Monate als unangemessen bewertet und nur bis zur Mietobergrenze übernommen
Folge-Bescheid 02/2021 = Übernahme tatsächliche KdU für 6 Monate als unangemessen bewertet und nur bis zur Mietobergrenze übernommen

In 11/2019 erfolgte ein Schreiben "Berücksichtigung von angemessenen Unterkunftskosten" mit Erklärungen, das nach der Trennung für 6 Monate weiter die Kdu in tatsächlicher Höhe übernommen werden und man sich um eine Senkung der Kosten bemühen soll etc. - was natürlich auch erfolgte aber bisher nicht zu einer neuen Wohnung geführt hat, der Markt ist ja nicht nur wegen Corona (zumindest hier) sehr erschöpft.

Was gilt nun in diesem Fall? Die Fragen & Antworten oben sagen zwar in einigen Fällen, das die 6 Monate Corona-Sonderregel nach einem Folge-Antrag neu beginnen (also nicht auf maximal 6 Monate beschränkt sind) aber die Ausnahme(n) gibt es ja auch.

Und in meinem Fall wurden Corona-Bedingt noch gar keine tatsächlichen KdU übernommen, sondern lediglich vorher die tatsächlichen KdU nach der Trennung für 6 Monate (scheinbar galt diese Frist ab dem Informationsschreiben) übernommen.

Vielleicht kann mich ja jemand aufklären, was nun gilt und was nicht, da der Sachbearbeiter wenn überhaupt in Halbsätzen im Standard-Fließtext auf Rückfragen eingeht.

Offline crazy

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Re: Sozialschutz-Pakete & tatsächliche KdU während Corona
« Antwort #1 am: 22. Februar 2021, 19:29:31 »
Du hast vor Sonderregel bereits Kostensenkungsaufforderung erhalten.
Wegen Corona bist Du also nicht neu Hilfebedürftig und fällst damit nicht in die Sonderregel.
Die ist denen vorbehalten die durch Corona neu Hilfebedürftig geworden sind, also neu in Alg 2 gefallen sind.
Wegen Corona gibt es keine Einschränkungen eine neue Wohnung zu finden und zu beziehen. Hab ich im Schnitt 3 mal/Monat mindestens . Läuft nichts anders seit  März 2020.
Suchen muss man aber durchaus auch weiter als nur innerhalb des angestammten Ortes, wenn es keine Gründe fürs festhalten am angestammten Ort gibt.
Und einer Senkung kann man wiedersprechen, bei Nachweis, dass man alles tut aber nichts findet

Offline Oberlump

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Re: Sozialschutz-Pakete & tatsächliche KdU während Corona
« Antwort #2 am: 22. Februar 2021, 21:35:15 »
Hallo,

alles klar, vielen Dank für die Rückmeldung.

Wo ist denn ersichtlich, dass diese Pakete nur für NEU Hilfebedürftige gelten? Die letzten zwei "Folge-Bescheide" tragen z. B. auch die Überschrift "Folge-Bescheid Corona" - das wäre dann ja auch irgendwie nicht richtig, wenn das angeblich nur für NEU Hilfebedürftige gilt!?

Auch wenn das natürlich nicht ganz richtig ist, das du sagst, es gibt wegen Corona keine Einschränkungen bei der Wohnungssuche (die gibts es auf allen Ebenen sehr wohl, weshalb ja auch der Gesetzgeber diese Sonderregeln eingeführt hat), aber trotzdem vielen Dank für die Hinweise, die mir natürlich auch grundsätzlich nicht unbekannt sind.

Offline crazy

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Re: Sozialschutz-Pakete & tatsächliche KdU während Corona
« Antwort #3 am: 23. Februar 2021, 15:30:40 »
Die Corona Sonderregel soll dazu dienen, dass der eigentliche  vorübergehende Engpass nicht zu massenhaft Wohnungsverlusten führt.
Ein größerer Teil der neu hinzugekommen Hilfeempfänger , so der Plan, sollte nur bis es wieder los geht Hilfe benötigen. Dafür Massen Kostensenkungsaufforderungen, Haus schätzen und inserieren etc?

Jetzt sind gerade viele Kurzarbeiter dabei, Geschäftsinhaber etc. Die erholen sich sobald es los geht wieder und daher macht es Sinn diese Menschen gesondert zu betrachten.
Die haben ja Arbeit!