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Autor Thema: Mietzahlungen an Spielsüchtigen - Untermietvertrag - Probleme beim WBA  (Gelesen 3377 mal)

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Online onehitwonder

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Meiner Meinung nach wird das hier zu einfach dargestellt.

1. Wenn die TE bisher angenommen nur die Hälfte der tatsächlichen Miete an den Ex bezahlt, übernimmt das JC bisher auch nur diesen Teil. Vorausgesetzt, der Vermieter stimmt einem Mieterwechsel zu (siehe dazu Punkt 2), müsste die TE die gesamte Miete aufbringen. Es handelt sich dabei tatsächlich dann aber um einen nicht notwendigen Umzug - da wird das JC weiterhin nur die bisherige Miete (des Untermietvertrags) übernehmen.

2. Voraussetzung für den "Mieterwechsel" wäre, dass zunächst der Mietvertrag zwischen Vermieter und Ex gekündigt oder aufgehoben wird (wobei der Ex weiterhin die nicht gezahlte Miete schuldig bleibt). Dann müsste der Vermieter mit der TE einen neuen Mietvertrag schließen. Ob dieser das ohne Sicherheiten und ohne Bestätigung des JC zur Übernahmen der gesamten Miete vornimmt, wage ich stark zu bezweifeln.


Offline Fivefingerfan

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Ich kann die Wohnung nicht einfach auf mich umschreiben lassen. Es bedarf ja der Kündigung seitens des Vermieters oder des Mieters.
Eine andere Idee hab ich nicht. Und wenn der Vemieter ihm irgendwann kündigt will er mich sicher auch nicht mehr hier haben.

Mein Plan war eigentlich dem Amt genau zu berichten wieso weshalb warum
Uns eine Bg zu unterstellen funktioniert nicht, selbst wenn sie es erneut versuchen. Ich habe alle Beweise auf meiner Seite, perfekte Kontoauszüge, getrennte Zimmer, ehemaliger Bericht vom Hausbesuch, getrennte Versicherungen. Mittlerweile habe ich ja sogar n neuen Partner..Das wäre Ja eigentlich meine einzige Sorge wenn ich plötzlich private Dinge von meinem Ex weiß, die ich als „Fremder“ Untermieter nicht zu wissen habe.
Dass er mein Ex ist wissen die aber auch.

Irgendwie muss ich die doch locken können wenn ich alles berichte, sage dass ich Hauptmieter werden will und sie eben noch nicht die Miete komplett tragen müssen; da er mein Untermieter wird.. die Erklärung ist doch, dass ich ihm keine Miete mehr überweisen will weil er damit nicht gemacht hat, was damit zu machen gewesen wäre.

Ich habe gehört ich kann auch eine zusatzklausel mit in den Untermietvertrag aufnehmen der besagt, ich müsse das Geld direkt an den Hauptmieter zahlen. Zwischen Miete oder so? Ich lese immer viel zu viel wenn ich vor solchen Problemen stehe

Online mousekiller

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Ich schlage vor, du sprichst erst einmal mit dem Vermieter und Deinem Ex. Du überweist Deinen Mietanteil direkt an den Vermieter, hierfür ist eine Zusatzvereinbarung ausreichend. Dort kannst du auch festhalten lassen, dass im Falle der Kündigung des Mietvertrages Deines Ex der Vermieter sich an Dich wendet für die Nachvermietung.

Wenn Dein Ex jetzt schon einen Rückstand hat, wird das nix mit einer Vereinbarung zwischen Dir und ihm. Zumindest würde ich das Risiko, dass du auch weiterhin auf den Gesamtkosten sitzen bleibst, weil er nicht zahlt, nicht eingehen wollen.

Dein Vermieter hat dann immer noch die Option, den Hauptmietvertrag zu kündigen und Dir diesen anzubieten. Und da dieser ja daran interessiert sein sollte, zuverlässig die Miete zu erhalten, wäre er ja schön blöd, wenn er jemanden wie Dich dann mit rauswerfen würde.
Welcome to Babylon the traitors' homes of nower days ~ Diary of Dreams

Online onehitwonder

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Zitat von: Fivefingerfan am 06. April 2021, 14:06:44
Irgendwie muss ich die doch locken können wenn ich alles berichte, sage dass ich Hauptmieter werden will und sie eben noch nicht die Miete komplett tragen müssen; da er mein Untermieter wird.. die Erklärung ist doch, dass ich ihm keine Miete mehr überweisen will weil er damit nicht gemacht hat, was damit zu machen gewesen wäre.
Und wie willst Du dann die vollständige Miete aufbringen? Oder glaubst Du, dass Dein Ex als "Untermieter" dann plötzlich die Miete an Dich überweist?
Zitat von: Fivefingerfan am 06. April 2021, 14:06:44
ch habe gehört ich kann auch eine zusatzklausel mit in den Untermietvertrag aufnehmen der besagt, ich müsse das Geld direkt an den Hauptmieter zahlen.
Du meinst wohl "direkt an den Vermieter"? Dann müsste Dein Ex aber der Vertragsänderung zustimmen.

Zitat von: mousekiller am 06. April 2021, 14:14:02
Dein Vermieter hat dann immer noch die Option, den Hauptmietvertrag zu kündigen und Dir diesen anzubieten. Und da dieser ja daran interessiert sein sollte, zuverlässig die Miete zu erhalten, wäre er ja schön blöd, wenn er jemanden wie Dich dann mit rauswerfen würde.
Wieso? Der TE kann doch auch keine Sicherheiten für die volle Miete anbieten.

@TE: Ich an Deiner Stelle würde mich einfach zurück lehnen. Du hast Deine Miete gemäß Untermietvertrag bezahlt, damit bist Du erstmal raus. Irgendwann wird der Vermieter wegen Mietrückständen Deinem Ex kündigen ... und Du bleibst trotzdem erstmal wohnen. Der Vermieter müsste dann eine Räumungsklage gegen Dich anstrengen ... bis dahin musst Du Dir was anderes suchen.

Problem dürften noch die ausstehenden Stromzahlungen sein. Irgendwann wird der Versorger eine Sperrung vornehmen. Ob Du den Anschluss dann "einfach" auf Dich nehmen kannst, wage ich zu bezweifeln, kann dazu aber keine konkrete Aussage treffen.



Offline Deadpool

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Nun ja, in erster Linie ist der Ex mal derjenige, der zahlen muss, wenn der Hauptmietvertrag gekündigt wird und er seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr nachkommen kann:

https://www.mietrecht.org/untervermietung/untermietvertrag-kuendigung-hauptmietvertrag/

Online onehitwonder

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Nun ja, in erster Linie ist der Ex mal derjenige, der zahlen muss, wenn der Hauptmietvertrag gekündigt wird und er seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr nachkommen kann:

https://www.mietrecht.org/untervermietung/untermietvertrag-kuendigung-hauptmietvertrag/
Und was soll der Ex zahlen? Die TE ist sogar in der Verpflichtung, weiterhin ihre im Untermietvertrag vereinbarte Miete an den Ex zu zahlen. Dir Kündigung des Hauptmietvertrags berührt nämlich eben nicht den Untermietvertrag (es sei denn, in diesem würde entsprechend auf die Beendigung des Hauptmietvertrags Bezug genommen).

@TE: Ist ein entsprechender Passus in Deinem Untermietvertrag vorhanden?

Online harry

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Das Ende vom Hauptmietvertrag beendet auch den Untermietvertrag.
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Online BigMama

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Irgendwie erinnert mich der Beitrag von onehitwonder stark an den gesperrten User LastManStanding.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Online onehitwonder

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Das Ende vom Hauptmietvertrag beendet auch den Untermietvertrag.
https://www.mietrecht.org/untervermietung/untermietvertrag-kuendigung-hauptmietvertrag/
Vollkommener Unsinn! Hast Du das überhaupt gelesen? Wohl nicht ...

Kündigt der Hauptvermieter den Hauptmietvertrag, besteht aus rechtlicher Sicht das Untermietverhältnis fort. Diese Kündigung betrifft zunächst nicht den Untermieter.

Im Idealfall ist natürlich der Bestand des Untermietvertrages an das Bestehen des Hauptmietvertrages geknüpft. Endet der Hauptmietvertrag, endet im Idealfall auch der Untermietvertrag. Die Kündigungsfristen der beiden Mietverträge sollten nach Möglichkeit und im Sinne aller Beteiligten aufeinander abstimmt sein.
=> Nur wenn im Untermietvertrag dieser Bezug zum Hauptmietvertrag definiert wurde, endet der Untermietvertrag.

Online harry

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Schön, Herr Last Man dass Du meinen Link gelesen und abgeschrieben hast.

Aus dem weiteren Wortlaut:
Maßgebliche Vorschrift ist § 546 II BGB. Danach kann der Vermieter als Hauptvermieter auch vom Untermieter die Wohnung zurückfordern. Er kann dies, obwohl er zum Untermieter nicht im Vertragsverhältnis steht. Grund ist, dass der Hauptvermieter als Eigentümer nicht dadurch in seinem Eigentum beeinträchtigt werden soll, dass der Hauptmieter die Wohnung an einen Untermieter vermietet hat.

Solange das Hauptmietverhältnis besteht, kann sich der Untermieter gegenüber dem Herausgabeanspruch des Eigentümers auf seinen berechtigten Besitz an der Wohnung berufen und diesen auf den bestehenden Untermietvertrag verweisen. Diese Möglichkeit erlischt mit der Kündigung des Hauptmietvertrages.

Allerdings bleibt ihm die Berufung auf die Sozialklausel in Bezug auf seine Person verwehrt.

Zitat von: onehitwonder am 06. April 2021, 17:44:16
Vollkommener Unsinn! Hast Du das überhaupt gelesen? Wohl nicht ...
Diese Überheblichkeit beeindruckt mich nicht!

Offline crazy

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nutzt nur alles nichts. Der Hauptmieter fliegt raus, schlimmstenfalks lässt er es auf Räumung hinauslaufen. Spätestens dann steht auch die Mitmoeterin nebst Sohn auf der Straße. Sie kann ja versuchen ihren Vertrag mit dem Hauptmieter durchzusetzen....Schadenersatz, nur auch das kann er nicht zahlen.
Ja, es ist ganz einfach, der Hauptmieter bekommt fristlose Kündigung, die Untermieterin klärt qchon mal mit dem Vermieter den weiterverbleib. Selbstverständlich bleibt der Mitwohner dann nicht drin. Er wird nämlich auch nicht an die neue Mieterin der Wohnung zahlen und das JC wird das wenig interessieren.


Online onehitwonder

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Zitat von: harry am 06. April 2021, 17:53:29
chön, Herr Last Man dass Du meinen Link gelesen und abgeschrieben hast.
Keine Ahnung, mit dem Du hier sprichst.

Zitat von: harry am 06. April 2021, 17:53:29
Maßgebliche Vorschrift ist § 546 II BGB. Danach kann der Vermieter als Hauptvermieter auch vom Untermieter die Wohnung zurückfordern. Er kann dies, obwohl er zum Untermieter nicht im Vertragsverhältnis steht. Grund ist, dass der Hauptvermieter als Eigentümer nicht dadurch in seinem Eigentum beeinträchtigt werden soll, dass der Hauptmieter die Wohnung an einen Untermieter vermietet hat.
Und? Steht da irgendwo, dass der Untermietvertrag endet? Nein. Und wie schon oben geschrieben, muss der Vermieter dann Räumungsklage gegen den "Untermieter" beantragen, wenn dieser in der Wohnung bleibt.

§ 546 BGB hat nichts mit dem Vertragsende des Untermietvertrags zu tun.

Zitat von: crazy am 06. April 2021, 17:55:12
Ja, es ist ganz einfach, der Hauptmieter bekommt fristlose Kündigung, die Untermieterin klärt qchon mal mit dem Vermieter den weiterverbleib. Selbstverständlich bleibt der Mitwohner dann nicht drin. Er wird nämlich auch nicht an die neue Mieterin der Wohnung zahlen und das JC wird das wenig interessieren.
Genau so ist es.


Online harry

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Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 546 Rückgabepflicht des Mieters
(1) Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzugeben.

(2) Hat der Mieter den Gebrauch der Mietsache einem Dritten überlassen, so kann der Vermieter die Sache nach Beendigung des Mietverhältnisses auch von dem Dritten (= der Untermieter) zurückfordern.

Vielleicht lügt ja das Gesetzbuch? :lol:

Zitat von: onehitwonder am 06. April 2021, 18:09:38
muss der Vermieter dann Räumungsklage gegen den "Untermieter" beantragen,
Ändert nichts an der Tatsache, dass der Untermieter die Wohnung verliert und zwar nach § 546 BGB kluger Herr.

Muss doch mal mit @ Ottokar reden. Schönen Abend der Herr
« Letzte Änderung: 06. April 2021, 18:46:10 von harry »

Online onehitwonder

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@harry: Du hast immer noch nicht begriffen, dass der Rückforderungsanspruch des Vermieters nichts mit dem Vertragsverhältnis (Untervermietung) der TE zu ihrem Ex zu tun hat.

Zitat von: harry am 06. April 2021, 15:48:55
Das Ende vom Hauptmietvertrag beendet auch den Untermietvertrag.
Und diese Aussage ist und bleibt damit falsch, wenn diese Abhängigkeit nicht explizit im Untermietvertrag definiert wurde.

Dann gilt: die TE hat weiterhin einen Anspruch auf Vertragserfüllung durch den Ex. Kann der Ex diesen nicht erfüllen, kann die TE Schadenersatz z.B. für Umzugskosten, notwendige Zwischenmieten etc. vom Ex einfordern.

Zitat von: harry am 06. April 2021, 18:25:02
Ändert nichts an der Tatsache, dass der Untermieter die Wohnung verliert und zwar nach § 546 BGB kluger Herr.
Das war gar nicht das Thema, das hatte ich und auch andere längst schon geschrieben, mit den entsprechenden Verfahren a la Räumungsklage, wenn die TE einfach wohnen bleibt.


 

Online Fylou

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Zitat von: onehitwonder am 07. April 2021, 07:28:02
Kann der Ex diesen nicht erfüllen, kann die TE Schadenersatz z.B. für Umzugskosten, notwendige Zwischenmieten etc. vom Ex einfordern.

Viel Spaß beim Klagen gegen jemanden, der offensichtlich kein Geld hat. Man sollte auch etwas lebenspraktisch bleiben bei seinen Ratschlägen, vor allem wenn man selbst es nicht ausbaden muss.

Fakt ist: Als Untermieter steht man in keinem Vetragsverhältnis mit dem Eigentümer/Vermieter der Wohnung. Räumt man die Wohnung nach Kündigung nicht, kann man zwar herausgeklagt werden; den entstehenden Kosten sollte man sich aber bewusst sein. Der Vermieter hat einen Herausgabeanspruch und man selbst als Untermieter hält sich unberechtigt in der Wohnung auf. Man ist also Schadensersatzpflichtig, zumindest für den Teil der Wohnung wie man dann trotz Herausgabeanspruch bewohnt.
Wer schlau ist kann sich dumm stellen. Andersrum geht das nicht.