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Autor Thema: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!  (Gelesen 88853 mal)

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Offline Dragon

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Hi Leute

Mich hat es heute mal wieder mit einer neuen EGV erwischt :wand:!  wo ich an einer Unnötigen (Witzlos) Maßnahme (vom 23.11.15 – zum 24.12.15) teilnehmen soll, so weit wie ich es im Schreiben lesen konnte.Die Sachbearbeiterin hat beim heutigen Termin versuchen das ich die EVG vor einen zeugen( Vater) vor Ort unterschreibe! Ich sagte ihr das ich sie erst mit nehme und mir bis Donnerstag zeit lassen soll und ihr dann die unterschriebene EGV Persönlich abgebe.


(Bitte die EGV anschauen)


Das Lustige ist ich Kümmere mich um meinen Vater der zwar Pflegestufe.1 hat aber mehr als die 90 min am Tag meine Hilfe braucht"bin den ganzen Tag um ihn und decke in nachts sogar zu. Sie sagte mir ich solle mir eine detailgenaue Bestätigung vom Hausarzt besorgen, wo es drin steht das ich mich um meinen Vater den Ganzen Tag Kümmere. die alte Bestätigung war ihr wohl zu wenig.

Ich werde natürlich heute beim Hausarzt Dateigenau das Bescheinigen lassen,da sie ja Selber sagte mit einen Facharzt würde ich es nicht vor den Maßnahme beginn schaffen einen Termin zu bekommen.
Warum sie das will damit sie mich so aus den als Vermittelbar heraus nehmen kann“ und ich so meine ruhe fürs erste habe ,und so keine Einladungen mehr Seiten des Jobcenter für Kurse,Maßnahmen,Jobangebote bekommen tue.


Ich brauche bis Max Mittwoch eine Info wegen der EVG was ich machne soll unterschreiben oder Verwaltungsakt =EGV abwarten und dann wiederspruch einlegen. Das mit dem Hausartz werde ich versuchen zu Regeln damit ich diese Bescheinigung bekommen kann.


Ich halte euch dann auf dem Laufenden.

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Offline Peter_Lustig

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #1 am: 03. November 2015, 14:44:39 »
Meine bescheidene Meinung:
Um himmels willen diesen Schrott nicht unterschreiben.

Eine Maßnahme hat in einer EGV nichts zu suchen, sondern muss per Verwaltungsakt zugewiesen werden. Weitere Details werden dir noch die Profis erleutern.

Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #2 am: 03. November 2015, 17:01:05 »
@Peter_Lustig

Da hast du recht deswegen wollte ich diese EVG auch nicht vor Ort unterschreiben"weil ich genau wusste das eine Maßname nie in einer EVG rein gehört.

Update 16:57 : Habe in der zwischen zeit mit dem Arzt wegen der Bescheinigung gesprochen
Der Arzt sagte mir das normal eine Pflegestufe.1+ 80% Behinderung die mein Vater hat ausreichen würde? das ich nicht Vermittelbar bin also für das Jobcenter! Er wird aber was versuchen einen Brief zu für das Jobcenter zu schreiben das ich nicht als Vermittelbar zähle.

Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #3 am: 03. November 2015, 19:45:33 »
Sorry für den Doppelpost!!!


Hoffendlich können mir die leute hier Ahnung (also Helfen ) ! also sagen was ich als nächste schritte machen sollte!!unterschreiben oder nicht? da ich wie ich schon sagte"bis Donnerstag zeit habe der Sachbearbeiterin bescheid zu sagen.

Falle ich nicht normal wegen der sache mit meinen Vater Automatisch aus dem Job Vermittellung heraus???


Offline MagnaCharta

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #4 am: 04. November 2015, 09:22:30 »
Hallo,

also mal zu den Inhalten dieses Entwurfs in chronologischer Reihenfolge:

- eine Eingliederungsvereinbarung darf maximal 6 Monate laufen, mehr erlaubt das Gesetz nicht. Dieser Entwurf soll 8 Monate Gültigkeit haben - nicht unterschriftsfähig. Dasselbe zur Laufzeit gilt für einen ersetzenden Verwaltungsakt.

- Wenn eine Maßnahmezuweisung alleine über eine EinV erfolgt, so sind im EinV/VA dieselben Kriterien an die Informationen anzulegen wie bei einer separaten Zuweisung per Verwaltungsakt.

Das bedeutet, dass aus dem Schreiben folgendes erkennbar sein muss:
* die Art der Maßnahme,
* die Inhalte der Maßnahme,
* den Träger/Veranstalter,
* den Maßnahmeort,
* den zeitlichen Umfang,
* die zeitliche Verteilung,
* welches Eingliederungskonzept mit der Maßnahme verfolgt wird,
* warum diese Maßnahme individuell erforderlich ist.

Das ist notwendig, da man nur so die persönliche Zumutbarkeit gem. §10 SGB II überprüfen kann. Ich persönlich vermisse vor allem die letzten beiden Punkte, womit das erst einmal objektiv unzumutbar wird.

- Zur Erstattung der Fahrtkosten: es ist unzulässig, dass diese maximal in Höhe des Sozialtickets erstattet werden. Man hat eine freie Wahl der Verkehrsmittel, es gibt keine Pflicht, sich ein Sozialticket zulegen zu müssen.

- Ansonsten: es fehlen völlig die Regelungen zu Leistungen aus dem Vermittlungsbudget für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Du hast zwar keine Pflicht, dich auf Vermittlungsvorschläge zu bewerben, aber was ist, wenn du mal Fahrtkosten zu einem Vorstellungsgespräch hast und der potentielle Arbeitgeber die nicht trägt? Es steht im Entwurf nichts drin, also gibt's im Zweifelsfall auch kein Geld vom Jobcenter.

- Eine EinV als Austauschvertrag muss eine Ausgewogenheit zwischen den Leistungen des Jobcenters und den Pflichten des Leistungsempfängers enthalten. Das ist hier nicht der Fall, das Jobcenter verpflichtet sich zu rein gar nichts, erlegt dir aber eine Menge an Pflichten auf, schon alleine dadurch ist dieser Entwurf nicht unterschriftsfähig.
-----

Zusätzlich zu den Inhalten verweise ich noch auf §10 Abs. 4 SGB II, denn darin heißt es zur Zumutbarkeit von Arbeit (und damit auch Maßnahmen) im Falle der Pflege eines Angehörigen wie folgt:

"Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass, [...]
    die Ausübung der Arbeit mit der Pflege einer oder eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,"

Den Nachweis aber musst du dann natürlich führen können, dass die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann. Bei gerade Mal 3,15 Stunden Maßnahme täglich dürfte das nicht ganz so einfach sein, da lässt sich schon eher mit der Uhrzeit argumentieren, vielleicht.

In den fachlichen Hinweisen der BA heißt es, dass bei Pflegestufe I, also "erheblich pflegebedürftig", von einem Zeitaufwand von mindestens 90 Minuten täglicher Pflege auszugehen ist, davon für die Grundpflege 45 Minuten. Die zumutbare Arbeitszeit in deinem Fall ist nach Ansicht der BA "in der Regel Vollzeit", wobei dies nach den FH mit dem Betroffenen einzelfallbezogen zu besprechen ist.

Dazu kommt noch die Möglichkeit ambulanter Pflegedienste, wenn sie diese Pflege grundsätzlich auch übernehmen können, erhöht das die Zumutbarkeit dir gegenüber.

Das primäre Entscheidungskriterium ist die Pflegestufe und eben kein GdB. Aber der ist im Einzelfallgespräch natürlich auch zu berücksichtigen, da hilft nur genau beschreiben, was dieser Grad der Behinderung bedeutet und wieso eben die Pflege anderweitig nicht gewährleistet werden kann (z.B. keine weiteren Angehörige o. Verwandte am Ort/Pflegedienst reicht nicht aus usw.). Du musst eben glaubhaft argumentieren können, dass diese Maßnahme mit der Pflege unvereinbar ist und die notwendige Pflege auf andere Weise nicht sichergestellt werden kann.

Der stärkste Hebel das zu kippen ist hier in deinem Fall in der Tat die Pflege. Die Frage ist nur, was dein Sachbearbeiter akzeptiert.
« Letzte Änderung: 04. November 2015, 10:05:06 von MagnaCharta »

Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #5 am: 04. November 2015, 11:08:06 »
@MagnaCharta

Das bedeutet so weit wie ich dich verstanden haben das diese Art von EGV nicht unterschrieben werden muss richtig?

Was mir auffällt sind folgende Punkte in der EGV:
1.Umgang mit der Jobbörse  und nutze sie auch oft. ( Ich habe mehr als 15 Jahren Richtig gute PC Erfahrung kenne mich Top damit aus! schon First Level Support Erfahrung das heißt Datensicherung ,Virenbekämpfung,Internetsicherheit,internetinstall) Bin dazu Ausgebildeter Kaufmann im Einzelhandel+Wachmann mit Sachkundeprüfung bei der IHK!

2.Bewerbungstraining! Man wieviele ich schon hatte die Bringen nichts! Es liegt nicht daran sagten mir schon mehre Arbeitgeger.
3.Gesundheitsorientierung! ich bin Kerngesund und auch fit auch im Kopf

4.Sozialpädagogische Unterstützung ( bestimmt so was das man unfähig ist alleine einen Job zu finden)

Das Einzige Problem ist halt das ich angeblich nicht die Nötige Berufserfahrung habe! obwohl ich Jahre einen eigenen Internetladen auf Ebay geführt hatte.Fachkenntnisse sind Top sagen alle Arbeitgeber. Dabei komme ich den Arbeitgebern mit Probearbeit und nicht zu hohen Gehaltsforderung entgegen.

Es liegt einzig daran das ich mich nicht Seiten der Arbeitgeber abzocken lasse und meine Rechte kenne. viele Arbeitgeber locken mit Falschen Infos zum Gespräch.

Letztes Jobgespräch wurde ich abgelehnt wegen zu vielen Fragen stellen und der Anzug wäre etwas zu Groß^^

Die Sachbearbeiterin hatte mir gestern auch gesagt sie müsse ja die egv machen"Sie verschiebt den beginn dieser Maßnahme bis zum 23.11.15! (Sonst hätte ich schon diese Woche beginnen sollen.)
Damit ich so also= (Zeit Habe) mir diese Bescheinigung vom Hausarzt besorgen kann,das ich so die Maßnahme nicht machen muss .und sie+ich auf der sicheren Seite bin“damit ich keine Sanktion bekomme. Da ich aber im Vorfeld nicht weiß welche Art vom Schreiben mir der Hausarzt am (Montag)erstellen kann, und ob das dann auch für die ARGE reicht. :weisnich:

Zitat
Zitat von  MagnaCharta

Der stärkste Hebel das zu kippen ist hier in deinem Fall in der Tat die Pflege. Die Frage ist nur, was dein Sachbearbeiter akzeptiert.

Also sie sagte mir sie kann das verstehen und wenn es nach ihr ging"würde sie mich gar nicht eine EGV geben!sie muss es halt,damit sie nicht von Oben Ärger bekommt oder ich eine Sanktion.

Zitat
Zitat von  MagnaCharta

Zusätzlich zu den Inhalten verweise ich noch auf §10 Abs. 4 SGB II, denn darin heißt es zur Zumutbarkeit von Arbeit (und damit auch Maßnahmen) im Falle der Pflege eines Angehörigen wie folgt:

"Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass, [...]
    die Ausübung der Arbeit mit der Pflege einer oder eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,"

Den Nachweis aber musst du dann natürlich führen können, dass die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann. Bei gerade Mal 3,15 Stunden Maßnahme täglich dürfte das nicht ganz so einfach sein, da lässt sich schon eher mit der Uhrzeit argumentieren, vielleicht.

In den fachlichen Hinweisen der BA heißt es, dass bei Pflegestufe I, also "erheblich pflegebedürftig", von einem Zeitaufwand von mindestens 90 Minuten täglicher Pflege auszugehen ist, davon für die Grundpflege 45 Minuten. Die zumutbare Arbeitszeit in deinem Fall ist nach Ansicht der BA "in der Regel Vollzeit", wobei dies nach den FH mit dem Betroffenen einzelfallbezogen zu besprechen ist.

1.Ich habe keinen der sich um meinen Vater Kümmert!(beide Brüder kann ich knicken alles Idioten)und Egoschweine!!!
2.Ich kümmere mich mehr las diese 90min am Tag erledige alles was anfällt und wenn er raus gehen will komme ich mit (Wegen Schwindelgefahr die ab und zu hat).
3.Siehe das mit den Regel mäßigen Arzt besuchen.
4.der Pflegedienst würde sich nicht so viel (Richtig,Genau) wie ich um meinen Vater kümmern.
5.Mein Vater+ich wollen auch nicht jeden fremden im Haus haben.man hört genug schlimme sachen die Pflegekräfte mit einen machen!

(Aber nicht Falsch verstehen!!!! es gibt auch gute in der Branche nur halt auch schwarze Schaffe.)
Es gibt viele leisten tolle Arbeit^^
6.Meine Mutter ( hat auch 50% behinderung) ist auch nicht ganz ok“sie ist seit einen Psychischen Anfall ende.12/2013 jetzt wie ein kleines Kind kann fast nix selber und liegt fast die ganze zeit im Bett und steht nur zum essen und auf Toilette auf. sie könnte sich nicht um ihren Mann kümmern.

Der MDK hat meinen Vater mit um die 70 oder 80 min Pflegezeit eingestuft obwohl das zu wenig ist. Er müsste ja Normal mehr als diese Pflegestufe.1 bekommen leider ist das hier wie so oft nur per Gericht zu Regeln damit die Krankenversicherung auf stufen.

Das Problem ist halt das mein Vater ja nicht immer durch schläft und auch öfters Früh aufsteht" das heißt auch schon mal um 03.00 wenn er nicht schlafen kann wegen den schmerzen in den beinen.im ist auch oft schwindlig er läuft dann in der Küche herum wo ich dann bei im bin das er nicht fällt da er kaum mit beinen gehen kann.

Dazu gehen wir Regelmäßig zum Arzt  durch eine Gehbehinderung dauert jeder 10min weg bei im locker 15-20 min da er alle paar hundert Meter stehen bleiben muss!die Wartezeit dauert oft mehre stunden unter 3 +4 Stunden nicht,da er ein Guter Hausarzt ist der sich um für jeden Patienten zeit nimmt.

Puhh das war ein Langer Text :grins: :grins:

@@MagnaCharta

Welche Schritte soll ich jetzt machen?Muss ja Morgen der Bescheit geben!!!!
Also EGV nicht unterschreiben! und auf Verwaltungsakt warten und dann sofort Wiederspruch einlegen.
Das mit den Artz besorge ich noch wie ich schon imtext hier sagte ab Montag!!!

PS: Brauche eine antwort wenn es geht??? bis heute ca.22:00 Uhr damit weiß ob ich zu arge gehe oder nicht.



« Letzte Änderung: 04. November 2015, 11:29:18 von Dragon »

Offline MagnaCharta

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #6 am: 04. November 2015, 13:48:38 »
Wenn du diesen Entwurf in der Form mit der darin enthaltenen Maßnahme unterzeichnen würdest, dann wäre das dein Einverständnis zu dieser Maßnahme.

Solange die Teilnahme im Entwurf drin ist, unterzeichnest du gar nichts.

Generell gilt, dass du eine Eingliederungsvereinbarung nicht unterzeichnen musst, wenn du nicht willst. Du hast das Recht, darüber zu verhandeln. Wenn du nicht unterzeichnest, ergehen eben die meisten Punkte als Verwaltungsakt. Die Weigerung, eine EinV zu unterzeichnen, kann und darf nicht sanktioniert werden, also wirkt sich das finanziell nicht weiter aus. Wenn dein Sachbearbeiter etwas anderes behaupten sollte, weiß er es entweder nicht besser oder lügt.

Der Sinn der Maßnahme dürfte einfach sein, dass dein SB seine Statistik erfüllen muss und aktuell bist du eben dran, so einfach ist das. Mehr steckt da nicht dahinter.

Du kannst dich natürlich nun an all den Punkten abarbeiten, die ich genannt habe, das also so übernehmen oder dich aber einfach auf §10 Abs. 4 SGB II berufen, und dass dir damit die Maßnahme aktuell nicht zumutbar ist. Fertig.

Ich an deiner Stelle würde mich also mit dem Kleinkram gar nicht weiter groß aufhalten, sondern einfach nur so etwas in der Art schreiben:

Zitat
"Sehr geehrter Herr Oberwichtigsachbearbeiter,

vielen Dank für die Überlassung des Entwurfs einer Eingliederungsvereinbarung zur rechtlichen Prüfung.

[Optional: Dieser ist für mich so nicht unterschriftsfähig, weil er an einer Vielzahl an rechtlichen Mängeln leidet, als da wären: - und dann die Punkte nennen, die ich oben genannt habe.]

Wie Sie wissen, betreue ich als pflegender Angehöriger meinen Vater, der sich in Pflegestufe I befindet und einen Grad der Behinderung von 80% aufweist. Die Teilnahme an der Maßnahme ist für mich mit der Pflege gänzlich unvereinbar, da diese auf andere Weise nicht sichergestellt werden kann, da

- Beschreibung, warum bzw. Attest das Arztes. (Dass ihr übrigens keinen Pflegedienst im Hause haben wollt bzw. damit fremdelt ist KEIN GRUND, warum die Pflege nicht anderweitig sichergestellt werden kann. Die Argumentation sollte man sich hier also tunlichst sparen, denn ob ihr damit ein Problem habt oder nicht, spielt bei der rechtlichen Betrachtung keine Rolle, sondern es spielt nur eine Rolle, ob es die Möglichkeit gibt oder nicht. Wichtig ist hier einfach die Einschätzung des behandelnden Arztes!)

Dadurch ist die Teilnahme an einer Maßnahme für mich objektiv gesehen im Sinne von §10 Abs. 4 SGB II  unzumutbar und ich werde nichts unterschreiben, was die Pflicht zur Maßnahme an einer Teilnahme wie der von Ihnen verfasste Entwurf enthält.

Sollten Sie die wesentlichen Regelungen zur Maßnahmeteilnahme des Entwurfs als ersetzenden Verwaltungsakt erlassen oder aber eine gesonderte Maßnahmezuweisung per Verwaltungsakt erstellen, kündige ich hiermit vorsorglich an, dass ich ohne weitere Rücksprache dagegen sofortigen Widerspruch plus Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs beim zuständigen Sozialgericht stellen werde.

Mit freundlichen Grüßen,
Den Grad der Schärfe nach Bedarf variieren und das gibst du deinem SB bitte schriftlich und nur so!
« Letzte Änderung: 04. November 2015, 14:24:29 von MagnaCharta »

Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #7 am: 04. November 2015, 15:36:25 »
Danke @MagnaCharta

Ich habe mal deine vorlage hier als eigene Vorlageschreiben für das Jobcenter erstellt! die Daten wie Adresse und BGNR trage ich natürlich später extra ein. kann ich das so lassen oder muss ich noch etwas an dem Brief ändern?

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Offline oldhoefi

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #8 am: 04. November 2015, 22:16:41 »
Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 11:08:06
Brauche eine antwort wenn es geht??? bis heute ca.22:00 Uhr damit weiß ob ich zu arge gehe oder nicht.
Ich grätsche mal schnell auf den letzten Drücker hier rein, da ich den TE schon länger betreue und die Hintergründe kenne. Zugleich hat mich der TE selbst darum gebeten.

Hallo @Dragon,
geht’s eigentlich noch eiliger, ich meine damit die SB, nicht Dich – so schnell schießen die Preussen nicht. :mocking:

Am 03.11.2015 (Dienstag) die EinV ausgehändigt und bis Donnerstag 05.11.2015 unterschrieben zurück zu geben, damit ja keine genaue Prüfung durchgeführt werden kann. Eine hinreichende Bedenkzeit bzw. Verhandlungsphase sieht für mich jedenfalls anders aus.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 11:08:06
Sie verschiebt den beginn dieser Maßnahme bis zum 23.11.15! (Sonst hätte ich schon diese Woche beginnen sollen.) Damit ich so also= (Zeit Habe) mir diese Bescheinigung vom Hausarzt besorgen kann
Dann soll sich die SB auch dahingehend gedulden und sich nicht selbst überholen, zumal der Maßnahmebeginn noch nicht einmal vor der Türe steht.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 11:08:06
Da ich aber im Vorfeld nicht weiß welche Art vom Schreiben mir der Hausarzt am (Montag)erstellen kann, und ob das dann auch für die ARGE reicht.
Das wird sich zeigen, wenn Dir das Attest bzw. die Bescheinigung des Arztes vorliegt.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 11:08:06
Also sie sagte mir sie kann das verstehen
Meines Wissens ist der SB hinlänglich bekannt, dass Du 2 pflegebedürftige Elternteile zu versorgen hast, von Verstehen kann ich deshalb nichts erkennen.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 11:08:06
wenn es nach ihr ging"würde sie mich gar nicht eine EGV geben!sie muss es halt,damit sie nicht von Oben Ärger bekommt oder ich eine Sanktion.
Dann soll sie es halt ganz bleiben lassen, wenn bereits absehbar ist, dass die Maßnahme für Dich nicht durchführbar ist.
Wenn sie deswegen Ärger „von Oben“ bekommt, ist das nicht Deine Angelegenheit. Und aus einer nicht unterschriebenen EinV kann nicht sanktioniert werden.
Das sind alles keine zugkräftigen Argumente für mich. Vielmehr vermute ich hier eher, dass zum Jahresende auf Teufel komm raus noch Maßnahmen unter die Leute gebracht werden müssen.

Bitte jetzt keine Schnellschüsse!

Setze Dich morgen (Donnerstag) mit Deiner SB in Verbindung und verlange eine Verlängerung des Abgabe-Termins für die EinV bis mindestens 13.11.2015, was einer angemessenen Bedenkzeit von 10 Tagen entspricht. Dann läuft immer noch nichts davon, da der Maßnahmebeginn erst am 23.11.2015 wäre.

Somit kann zwischenzeitlich das Attest vom Arzt besorgt und ein entsprechendes Schreiben verfasst werden, was gegen die Unterschrift dieser EinV spricht, das Attest mit einbeziehend.

Sollte die SB rumzicken, dann verweise auf die neuere Rechtssprechung des BSG (AZ: B 14 AS 195/11 R), die eine hinreichende Verhandlungsphase bei Abschluss einer EinV vorsieht und deshalb der sofortige Erlass eines ersetzenden EinV-VA erschwert wird.

Den EinV-VA abzuwarten, halte ich gerade bei Maßnahmen für die schlechteste Lösung, zumal man dann die Maßnahme sanktionsbeschwert an der Backe hat. Hier wieder rauszukommen, gestaltet sich aufwändiger, als wenn man gleich gegen die EinV vorgeht.

Dass diese EinV länger als 6 Monate (bis 30.06.2016) gültig sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Oft ist es so, dass die SB’s versuchen, die Laufzeit einer Maßnahme in eine EinV zu quetschen, was hier aber nicht zutrifft, da die Maßnahme nur bis 24.02.2016 laufen soll. Dies aber im Moment nur nebenbei, kann man dann entsprechend in das Schreiben gegen diese EinV mit einfließen lassen.

Gibst Du mir bitte kurz Bescheid, wie Du nun morgen (Donnerstag) vorgehen willst. Dann sehen wir weiter... :zwinker:
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Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #9 am: 04. November 2015, 22:50:12 »
Hallo oldhoefi
Ich werde es wie du mir räts Morgenfrüh am besten mit meinen Vater als (Zeugen)zum Jobcenter gehen und ihr sagen das sie mir bis zum 13.Nov bedenkzeit gewärt??


ich könnte sie zwar Morgen telefonisch beim jobcenter erreichen da ich die durchwahl von ihr habe,die bessere und natürlich die sichere art wegen zeugen wäre direkt mit meinen Vater hin gehen?

so gewinnen wir hier etwas zeit um die entsprechenden schreiben zu erstellen!

Sollte ich die EGV erstmal bei mir behalten?ich habe nur 1x die egv da!habe aber nichts unterchrieben keine angst;]


werde heute bis 01:00 uhr auf bleiben falls von deiner seite hier etwas neues steht bin ab und an im forum online,bekomme immer info auf das Handy wenn einer hier etwas schreibt.....

Offline oldhoefi

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #10 am: 04. November 2015, 23:05:03 »
Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 22:50:12
Ich werde es wie du mir räts Morgenfrüh am besten mit meinen Vater als (Zeugen)zum Jobcenter gehen und ihr sagen das sie mir bis zum 13.Nov bedenkzeit gewärt??
Wenn es für Euch nicht zu viele Umstände bereitet, halte ich das für eine sehr gute Lösung.
Telefonieren ist immer so eine Sache, am Ende weiß dann niemand etwas.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 22:50:12
so gewinnen wir hier etwas zeit um die entsprechenden schreiben zu erstellen!
Darauf wollte ich hinaus. Insbesondere auch deshalb, weil dann zwischenzeitlich das Attest vorliegt. :zwinker:

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 22:50:12
Sollte ich die EGV erstmal bei mir behalten?
Bitte ja – die sollte auf jeden Fall in Deinen Unterlagen verbleiben, auch wenn wir dagegen vorgehen werden.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 22:50:12
habe aber nichts unterchrieben keine angst;]
Wenn es anders wäre, komme ich persönlich vorbei... :grins:
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Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #11 am: 04. November 2015, 23:18:03 »
Ok  @ oldhoefi ich mache es dann so wie wir es besprochen haben....

Ich gehe Morgen zum Jobcenter und verlange mehr bedenkzeit, werde dann hier wenn ich zurück bin dich auf dem laufenden halten.

Hey ich habe ja da zu gelernt;p das man nie eine egv sofort unterschreiben soll!!! die egv behalte ich bei meine unterlagen.


Offline oldhoefi

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #12 am: 04. November 2015, 23:28:59 »
Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 23:18:03
werde dann hier wenn ich zurück bin dich auf dem laufenden halten.
:ok:

Ich lese dann schon mit, auch wenn ich nicht gleich antworte.

Zitat von: Dragon am 04. November 2015, 23:18:03
Hey ich habe ja da zu gelernt;p das man nie eine egv sofort unterschreiben soll!!!
Das weiß ich doch. :zwinker:
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Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #13 am: 04. November 2015, 23:34:30 »
Ok dann bin ich mal schlafen damit ich für morgen to fit bin. Gute nacht Leute.

Offline Dragon

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Re: Neue EGV mit Zuweisung zur Maßnahme bekommen ( bitte lesen)!
« Antwort #14 am: 05. November 2015, 13:23:00 »
Hallo Leute

So ich war heute bei der bekloppten Sachbearbeiterin“sie wollte sich auf Partout nicht darauf einlassen die das ich erst am 13.11.2015 die EGV unterschreibe könnte,sie sagte mir gleich ne geht nicht! Die EGV als Verwaltungsakt kommt jetzt mir in den Nächsten Tagen ins Haus geflattert.

Sie fing auch schon an zu drohen!! das sie auch anders kann wie z.b könnte sie es so machen“das man mir 50 Bewerbungen pro Monat ab verlangen kann oder ich jeden Tag zur Arge antanzen.
Das hat sie natürlich nicht gemacht!!!

Dann waren wir bei ihre Teamleiterin“ nicht mal sie wollte sich darauf einlassen .die Höhe kommt aber jetzt noch man lies mich kaum zu Wort kommen. Sie spinnt doch total das man angeblich nicht gegen einen Verwaltungsakt vor gehen könne und der Widerspruch sofort von ihr abgelenkt wird ich aber trotzdem die Maßnahmen beginnen muss am 23.11.15

Sie (Teamleiterin+Sachbearbeiterin)glauben mir nicht das mein Vater den ganzen Tag Hilfe braucht?ich doch 3 stunden am Tag arbeiten kann..... Da angeblich die Pflegestufe.1 nicht genügen würde?obwohl der Hausarzt als ich am Dienstag mit ihm (kurz)gesprochen hatte wegen dem schreiben das er mir erst ab Monat gibt.

Dabei sahen beide Frauen das mein Vater kaum aufstehen konnte er etwas am Wackeln war“als wir gehen wollten und er ihre Hilfe brauchte.Ich werde erst jetzt mal den Verwaltungsakt abwarten,in der zwischen zeit aber das Arzt schreiben besorgen! Was mich etwas zum Grübeln bringt wie kann der Hausarzt den 100% wissen ,wenn Vater zu Hause meine Hilfe den ganzen Tag braucht.


Ich bin Standhaft geblieben und nicht nach geben!Bin doch im Recht undm uss mir nix gefallen lassen erst recht nicht von so welche Tussis :lachen:

Schließlich kann ich dem Jobcenter doch keine 24 Stunden nach weißen wie den auch???? Dann müsste ich Praktisch Videotagebuch führen wo man alles sieht Das scheint mir etwas unrealistisch zu sein da ich dann eine Ganztägliche Pflegekraft bräuchte er kann noch selber aufstehen, obwohl seine Beine immer schlechter werden mit dem gehen erliegt fast nur im bett oder sitz auf dem sofa.
« Letzte Änderung: 05. November 2015, 14:10:45 von Dragon »