Gleichstellung soll ausführlich von mir begründet sein, was schreibe ich?

Begonnen von kazuni, 21. Januar 2024, 10:37:51

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kazuni

Guten Morgen,
ich bin total verwirrt und ratlos, wie ich die Gleichstellung einer Schwerbehinderung sehr gut begründen soll. Könnt Ihr mir bitte helfen?

september23

Zitat von: kazuni am 21. Januar 2024, 10:37:51Guten Morgen,
ich bin total verwirrt und ratlos, wie ich die Gleichstellung einer Schwerbehinderung sehr gut begründen soll. Könnt Ihr mir bitte helfen?
Dazu dürften Informationen notwendig sein, was Deine Einschränkungen sind und für was/in welchem Bereich Du diese beantragt hast.

kazuni

Psychosomatisch, Angst im Umgang mit fremden und neuen Personen, körperliche Beschwerden. Das sind die wesentlichen Einschränkungen. Genaue Diagnosen kann ich jetzt nicht nennen. Ich bin bei ehemaligen Arbeitgebern sehr verpeilt und unkonzentriert gewesen.
Auch das Erlernen einer Routine mehrerer Aufgaben und das langsame Arbeiten.

Sheherazade

Die wollen wissen, inwieweit es dir hilft, von potentiellen Arbeitgebern Unterstützung (und in welcher Form) zu erhalten um einen Arbeitsplatz zu erlangen oder zu behalten.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967

"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

september23

Zitat von: kazuni am 21. Januar 2024, 10:51:18Genaue Diagnosen kann ich jetzt nicht nennen.
Aber es gibt sie und Berichte Deiner Ärzte und Therapeuten?

kazuni

Dutzende Gutachten seit über 10 Jahren und ärztliches dazu. Das ist beiden Behörden (Arbeitsamt + JC)seit langem bekannt und wird seit Jahren auch so kommuniziert.

kazuni

Leider bin ich mir noch immer unsicher wie ich das schreiben soll?

Sheherazade

Ich habe zwar den Eindruck, du ignorierst meine Beiträge, aber lies dich mal hier durch, nimm deine Diagnosen zur Hand und schreibe auf, was dir helfen würde, einen Arbeitsplatz zu erlangen oder deinen Arbeitsplatz zu behalten. Es ist nicht ganz einfach, den Antrag auf Gleichstellung bei seelischen/psychischen Behinderungen zu begründen, aber es ist möglich.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967

"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

september23

Zitat von: kazuni am 21. Januar 2024, 19:41:03Leider bin ich mir noch immer unsicher wie ich das schreiben soll?
Das was Dich behindert und einschränkt und was Dir entsprechend helfen würde. Je nachdem, wo und für was Du die Gleichstellung (=Ausgleich von Nachteilen aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung) wünscht.

also bei
Zitat von: kazuni am 21. Januar 2024, 19:41:03Angst im Umgang mit fremden und neuen Personen, körperliche Beschwerden. Das sind die wesentlichen Einschränkungen
schreiben, welche Unterstützung Du benötigst und bei was.

Wenn jemand "körperliche Beschwerden" hat, was genau soll wo ausgeglichen werden? und welcher Nachteilausgleich soll bei Angst vor fremden Menschen erfolgten?

Du wirst keine Arbeit mit Kundenkontakt machen können, ok, dabei hat es sich aber. Wenn Du diese Arbeit nicht machst, nur als Beispiel, gibt es auch nichts auszugleichen.
Anders, wenn jemand bereits irgendwo arbeitet, soziale Ängste entwickelt und man ihn innerhalb eines Unternehmens versetzt, wo er keinen Kundenkontakt mehr haben muss.

Zitat von: kazuni am 21. Januar 2024, 19:41:03Dutzende Gutachten seit über 10 Jahren und ärztliches dazu.
Auch bei chronischen psychischen Beschwerden sollte ein aktuelles dabei sein.

Zitat von: kazuni am 21. Januar 2024, 19:41:03Das ist beiden Behörden (Arbeitsamt + JC)seit langem bekannt und wird seit Jahren auch so kommuniziert.
Deswegen müssen die sich aber nicht denken, was Du als Gleichstellung benötigst und das gleich bewilligen.
Auf was sollen die achten? wo benötigst Du spezielle Unterstützung?

kazuni

Ich kann wirklich nicht gerade schnell arbeiten und mich nicht lange konzentrieren. Bei einer Einarbeitung mit vielen Aufgaben, dauert es z B. bis ich nicht mehr unsicher arbeite, sondern irgendwann alles wie im Schlaf ausführen kann. PS.: Ich ignoriere eure Ratschläge nicht, sondern bin unsicher.
@Sheherazade
Also wollen die von der Arbeitsagentur nur wissen, wie man mir bei späteren Jobs helfen kann? Verstehe ich das richtig?

Sheherazade

Zitat von: kazuni am 22. Januar 2024, 13:52:54Also wollen die von der Arbeitsagentur nur wissen, wie man mir bei späteren Jobs helfen kann? Verstehe ich das richtig?

"Nur" ist gut, das kann je nach Diagnose schon ziemlich aufwändig sein. Aber ja, genau das wollen sie wissen und begründet haben.

Nimm dir am besten jede Diagnose (zuerst die, die den GdB von 30 oder 40, kA was du da hast, begründen) einzeln vor und schreib dazu, wie man dich dabei unterstützen kann, überhaupt einen Arbeitsplatz zu erlangen und in Folge auch behalten kannst. Vergiss dabei nicht, dass die Arbeitgeber erst mit deiner Gleichstellung auch die entsprechenden Fördermittel -falls erforderlich- beantragen können.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967

"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

kazuni

Ich werde auf jeden Fall Widerspruch erheben, falls ich einen Negativbescheid von der Agentur erhalten würde.

september23

Zitat von: kazuni am 25. Januar 2024, 10:40:50Ich werde auf jeden Fall Widerspruch erheben, falls ich einen Negativbescheid von der Agentur erhalten würde.
kannst Du machen, vorher solltest Du Deinen Antrag begründen und darlegen, wobei genau Du welchen Ausgleich benötigst.