Gen Z will lieber die jetzige Rente für Rentner kürzen statt Steuern zu erhöhen

Begonnen von selbiger, 16. Mai 2026, 10:05:22

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selbiger

Eine neue Umfrage des Cato Institute zeigt einen deutlichen Generationenkonflikt um die Zukunft der Rente. Demnach sprechen sich viele jüngere Befragte eher dafür aus, Leistungen für heutige und künftige Rentner zu kürzen, als höhere Abgaben für junge Arbeitnehmer hinzunehmen.

https://www.gegen-hartz.de/news/gen-z-will-lieber-die-jetzige-rente-fuer-rentner-kuerzen-statt-steuern-zu-erhoehen

jaaa..gen Z..unsere zukunft..sowas kommt bei raus wenn man nichts mit aufm weg bekommt..
Sich zu Tode arbeiten,ist die einzige gesellschaftliche anerkannte Form des Selbstmordes.

Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge,die sie schon hundertmal gehört haben,als eine Wahrheit,die ihnen völlig neu ist.

orpheus

Das ist eine Umfrage aus den USA.
Daß allerdings die junge Generation generell mit Sorge auf das Rentensystem schaut, kann ich gut verstehen, denn sie trägt die Last.

selbiger

Zitat von: orpheus am 16. Mai 2026, 11:12:32denn sie trägt die Last.

nachvollziebar..aber der rentner kann nichts dafür..zu verantworten haben das die politiker mit ihren politishen entscheidungen..
Sich zu Tode arbeiten,ist die einzige gesellschaftliche anerkannte Form des Selbstmordes.

Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge,die sie schon hundertmal gehört haben,als eine Wahrheit,die ihnen völlig neu ist.

Vollloser

Zitat von: orpheus am 16. Mai 2026, 11:12:32Daß allerdings die junge Generation generell mit Sorge auf das Rentensystem schaut...

Sowas hatten wir ja noch nie !!
Die junge Generation ist "Supermann" und (nahezu) unsterblich und unverwundbar. Da wird noch lange nicht an Rente gedacht !
ICH glaube, die junge Generation wurde hier auf die alte Generation regelrecht "angesetzt" !  :yes:
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !

orpheus

Wie kommst du auf die Idee, daß junge Leute nicht an ihre Rente denken? Natürlich hocken sie nicht sauertöpfisch depressiv herum und warten auf ihr Alter, aber man kann ja auch sein Leben leben und trotzdem für später vorsorgen. Viele junge Menschen machen sich Gedanken, wann sie überhaupt in Rente gehen können und was dann noch an gesetzlicher Rente kommen wird und fragen sich natürlich, ob die hohen Beiträge dann noch gerecht sind.

Vollloser

Zitat von: orpheus am 17. Mai 2026, 09:26:37Wie kommst du auf die Idee, daß junge Leute nicht an ihre Rente denken?

Genauso wie junge Leute sich keine Gedanken darüber machen, ob sie mal in Sozialhilfe/Hartz4/Bürgergeld/neue Grundsicherung landen könnten !
Jedenfalls zu meiner Zeit war das noch so (mit Jahrgang 1964). Sozialhilfe ??  No Way !

Es gibt 2 wesentliche Kernfragen, die junge Menschen für sich zunächst erstmal geklärt kriegen müssen !
1. "Was werde ich" = was für einen Beruf werde/will/kann ich erlernen/ergreifen (was für eine Rolle auch werde ich in der Gesellschaft inne haben ?) ?
2. "Wie werde ich sozial leben" = Single, Lebenspartnerschaft(en), Ehe, Familie ?

Tja DAS sind sie, die Kernfragen, die so ein junger Mensch für sich (hier in Deutschland jedenfalls !) erstmal geklärt kriegen muss !
Übrigens auch in dieser Reihenfolge (was übrigens bei/unter Muslimen z. B. genau umgekehrt ist !) !
Ja und dannnn seh´n wa mal weita, was noch so geht (Hausbau, Hauskauf, Eigentumswohnungskauf, Schrebergarten pachten... irgendwelche Geldanlagen, Goldkauf... ?)...

Besonders interessant an diesem Thema hier ist, von wo diese Debatte wieder herkommt !
Sie kommt von der sog. "Jungen Union".
Das sind junge "christliche" CDU-Berufspolitiker, die jetzt schon einen Altersabsicherung in Aussicht haben, von denen WIR HIER nur träumen können !  :yes:
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !

orpheus

Also ich hab die Jugend der 60er, 70er und 80er nicht als so unpolitisch in Erinnerung, daß sie nur an persönliche Lebensplanung gedacht hätte. Da gabs die Studentenbewegung, dann die Proteste gegen den Nato-Doppelbeschluß, "Jute statt Plastik", Tschernobyl mit all seinen Auswirkungen und und und.
Aber ja, es gab schon immer solche und solche. Heute spüren die jungen Arbeitnehmer halt schon ganz deutlich im Geldbeutel, daß die Rente zum Problem wird. Und leider werden sie auch von morgens bis abends mit Horrormeldungen zugeschüttet, ohne daß auch nur einer der verantwortlichen Politiker irgendeine vernünftige Lösung anzubieten hätte.

Vollloser

Zitat von: orpheus am 17. Mai 2026, 13:09:54Da gabs die Studentenbewegung, dann die Proteste gegen den Nato-Doppelbeschluß, "Jute statt Plastik", Tschernobyl mit all seinen Auswirkungen und und und.

Ja die Studenten - DIE befinden/befanden sich ja bereits auf dem Weg zu einer akademischen Qualifikation ("Alpha-Qualifikation") !
Außerdem haben sie immerhin bereits ein Abitur. Also über ihre finanzielle Situation im Seniorenalter brauchten die sich jetzt auch nicht so akute Sorgen zu machen - mit ihren potentiellen Berufs- bzw. Verdienstaussichten.
Stattdessen haben auch sie sich damals eher um so Probleme im Hier und Jetzt (bzw. Hier und Damals) gemacht (Jute statt Plastik, Nato-Doppelbeschlu?, Tschernobyl...).

Zitat von: orpheus am 17. Mai 2026, 13:09:54Heute spüren die jungen Arbeitnehmer halt schon ganz deutlich im Geldbeutel, daß die Rente zum Problem wird.

Hm - auf ein mal ?
Das hätten die jungen Arbeitnehmer aber auch schon früher so sehen können !
Zumal die jungen Arbeitnehmer i. d. R. keine Akademiker sind, sondern Facharbeiter, angestellte Handwerker, Fachangestellte etc..
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !

selbiger

Zitat von: orpheus am 17. Mai 2026, 13:09:54Heute spüren die jungen Arbeitnehmer halt schon ganz deutlich im Geldbeutel, daß die Rente zum Problem wird.

auch die alten.. :weisnich:
Sich zu Tode arbeiten,ist die einzige gesellschaftliche anerkannte Form des Selbstmordes.

Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge,die sie schon hundertmal gehört haben,als eine Wahrheit,die ihnen völlig neu ist.

orpheus

Wenn irgendwas teurer wird, vollkommen egal was, dann ist hier bei einigen das Geschrei riesengroß, aber junge Leute sollen sich bei der Rentenfrage gefälligst nicht so anstellen und klaglos immer mehr zahlen und auch immer länger arbeiten? Natürlich sollen die Rentner ihre Rente kriegen, das ist doch gar keine Frage, aber nur auf Kosten der Jungen darf das doch auch nicht gehen. Mal ganz abgesehen davon, daß das auch rein rechnerisch überhaupt nicht funktionieren kann.

Vollloser

Zitat von: orpheus am 18. Mai 2026, 08:00:05nur auf Kosten der Jungen

Ja auf wessen Kosten denn sonst ??
Die jungen zahlen nun mal für die alten - genauso wie die alten für die jungen (als Baby und Kind, bis in die Jugend) "zahlen" !
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !

orpheus

Nun, manche Dinge funktionieren halt nicht auf ewig gleich. Die "Alten" haben ja auch nicht so viele Kinder in die Welt gesetzt wie früher.

peter_m

Zitat von: orpheus am 18. Mai 2026, 08:53:42Nun, manche Dinge funktionieren halt nicht auf ewig gleich. Die "Alten" haben ja auch nicht so viele Kinder in die Welt gesetzt wie früher.

Genauso ist das.
Und ein Kind kostet die Eltern leicht 100.000 Euro, bis das Kind mal selbständig ist.
Auch diese Kosten sind quasi Altersvorsorge im Umlagesystem, damit es später Nachkommen gibt, die die eigene Rente finanzieren.
Wenn eine Generation weniger Kinder bekommt und lieber das Geld verlebt, wird es eben mit der Rente schwierig.

Und übrigens, es ist ja nicht nur so, dass die Jungen von heute für Ältere die Rente mit 63 finanzieren sollen, die die Jungen nie erhalten werden. Nebenbei sollen sie die 500 Mrd. € Schulden zurückzahlen, die notwendig sind, weil in der Vergangenheit lieber gespart als investiert wurde.
Und sie sollen das Klima retten. Man weiß zwar schon seit den 80er-Jahren, dass da etwas passieren muss, aber den Älteren war das immer zu teuer und zu unbequem.
Rente und Hauskaufen für die Jüngeren wird dagegen schwierig.

Wir nehmen die Jungen aus wie eine Weihnachtsgans. Ich finde, wir sollten uns schämen.

selbiger

Zitat von: orpheus am 18. Mai 2026, 08:53:42Die "Alten" haben ja auch nicht so viele Kinder in die Welt gesetzt wie früher.

warum das wohl so ist.. :weisnich:

Zitat von: peter_m am 18. Mai 2026, 09:33:38Und ein Kind kostet die Eltern leicht 100.000 Euro

denn haste ein kind das recht sparrsam im verbrauch ist..leg mal noch 60-65 tausend oben drauf..

Sich zu Tode arbeiten,ist die einzige gesellschaftliche anerkannte Form des Selbstmordes.

Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge,die sie schon hundertmal gehört haben,als eine Wahrheit,die ihnen völlig neu ist.

Vollloser

Zitat von: peter_m am 18. Mai 2026, 09:33:38Nebenbei sollen sie die 500 Mrd. € Schulden zurückzahlen, die notwendig sind, weil in der Vergangenheit lieber gespart als investiert wurde.

Tja nun wird eben JETZT investiert (investieren heißt "Schulden" machen !) !

Zitat von: selbiger am 18. Mai 2026, 09:48:59
ZitatDie "Alten" haben ja auch nicht so viele Kinder in die Welt gesetzt wie früher.

warum das wohl so ist.. :weisnich:

Unter anderem - aber schon ziemlich wesentlich, wie ich glaube - deshalb: https://youtu.be/eE1Nh9waU9A
Ja und dann kommen auch noch die Verteuerungen der Lebenshaltungskosten durch verschiedene Dinge immer noch dazu, usw..
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !