AV reagiert nicht a Nachrichten, mehr Bewerbungen gefordert als vereinbart, usw

Begonnen von Elfe, 10. September 2026, 17:31:45

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Elfe

Hallo,
ich bin gerade ratlos und hoffe hier auf Hilfe zum Thema ALG 1

Mein Sohn Ü25 ist seitdem 01.09.26 arbeitslos.
Er wurde ordentlich gekündigt zu Ende August 26.
Der ALG 1 Bewilligungsbescheid ist im Übrigen heute angekommen und alles ist ok.
Im Übrigen schreibe ich hier, weil mein Sohn eine Behinderung hat und eine Lese-Rechtschreib-Schwäche hat.
Solche Sache wie hier überfordern ihn, er ist mehr der praktische Typ.

Mein Sohn war seit 2021 nicht mehr arbeitslos.
Wir verstehen nicht, warum jetzt so ein Problem beim Afa ist; besonders mit diesem AV !

Laut Eingliederungsvereinbarung soll mein Sohn 3 Bewerbungen pro Woche schreiben.
Er hat, seit dem 01.09.26 schon das dreifache an Bewerbungen geschrieben.
Das reicht aber dem AV immer noch nicht aus und schickt ihm täglich mehrere Jobvorschläge zu und wird online (Zugang AfA digital) aufgefordert sich auf jeden Vorschlag zu bewerben.

Ab nächste Woche hat mein Sohn wieder mehrere Bewerbungsgespräche und schon 3 Probearbeitstage von den Firmen erhalten...schriftlich !
Alles haben wir dem AV nachgewiesen.
Reicht dem AV aber nicht aus.

Teilweise passen diese Jobangebote überhaupt nicht zu dem was mein Sohn tatsächlich kann und mit seiner Behinderung und gesundheitlichen Einschränkungen schafft.
Es gibt gesundheitliche Einschränkungen, die der AfA / dem AV, vorliegen z.B. Gutachten der AfA medizinischen Dienst , gerichtliches Gutachten, Nachweis seiner Behinderung,usw.

Es werden Führerschein gefordert, denn er aber nicht hat und aufgrund seiner Behinderung bis heute nicht gemacht hat.
Oder es wird eine spezielle Ausbildung gefordert und Jobs wo ein Schichtleiter gefordert wird.
Beides, was er nicht hat und nicht kann.

Einen Führerschein hat er nicht und ist auch nicht wirklich mobil, außer mit seinem normalen Fahrrad.
Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren hier im Dorf auch nicht so wirklich und da gäbe es Zeiten wo er entweder täglich zu spät zur Frühschicht kommen würde oder nach der Spätschicht nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause.

Einige Jobangebote bzw Arbeitsorte liegen soweit entfernt, dass er mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln pro Strecke sehr lange unterwegs wäre (Pendelzeit pro Tag mind 3-4 Stunden), mit vielen Umstiegen usw..

Mein Sohn hat sich nicht nur über das Portal der AfA beworben, sondern z.B. über Indeed und auch schon persönlich bei Bekannten, die eine eigene Firma haben.
Alles beim AV nachgewiesen...schriftlich.
Reicht dem AV nicht !

Mein Sohn ist auch gesundheitlich angeschlagen, mit Herz, Migräne,  ADHS, orthopädische Probleme, Hauterkrankung, usw.
Alles bei der AfA bekannt.
Er ist deswegen auch beim Reha Team der AfA gemeldet.

Wir haben den Eindruck, dass das dem Arbeitsvermittler alles nicht interessiert.
Anstatt froh zu sein, dass mein Sohn ja arbeiten will und sich schon fleißig bewirbt (wozu er meine schriftliche Hilfe braucht; auch beim arbeiten am PC), macht der AV so einen Stress und bombardiert ihn täglich mit etlichen Jobvermittlungen zu.

Ich muss meinem Sohn bei jeder Bewerbung helfen.
Ich komme, wegen den vielen Bewerbungen und tägliches einloggen in seinem AfA Portal gar nicht mehr dazu meine eigenen schriftlichen Angelegenheiten nach.
Wir haben nur einen PC zu Hause.
Ich drehe hier echt noch am Rad, da meine Sachen auch Fristen enthalten, die ich einhalten muss. Ich bin schon nachts am schreiben und kopieren, um alles zu erledigen.

Nur weil der AV ihn mit Jobangeboten zuspammt, auf der er sich zu bewerben hat und seine Bewerbungen nachweisen soll !
15 Jobangebote, in 2 Wochen und auf alle muss er sich bewerben und die Bewerbungen nachweisen; obwohl in der Eingliederungsvereinbarung nur 3 pro Woche drin stehen.

Und dann haben wir dem AV auch Nachrichten geschrieben
Keine Reaktion vom AV.
Dann waren wir 2 x bei der Agentur für Arbeit, beim AV im Büro.
Haben alles erklärt und alles nachgewiesen und besprochen.

Dann sind wir kaum zu Hause, da klingelt die Email und wieder liegen wieder einige neue Vermittlungsvorschläge vom AV im Postfach; auch wieder weit entfernte Arbeitsorte und z.B. mit "Führerschein erforderlich" , "Ausbildung zum Fachkraft gewünscht" , usw. !
Was soll das denn ?

Könnt ihr mir was dazu sagen, was man hier machen kann ?
Notfalls auch rechtlich ?

Das geht jedenfalls nicht so weiter.

Ja, langer Text und es tut mir leid, aber das musste ich jetzt mal alles loswerden und so detailliert schreiben wie möglich.

 :bye:






Rotti

Zitat von: Elfe am 10. September 2026, 17:31:45Laut Eingliederungsvereinbarung soll mein Sohn 3 Bewerbungen pro Woche schreiben.
üblich waren bei mir 3 Angebote vom JC und 3 wo ich mich beworben habe. In Urteilen ist von 4-8 pro Monat die Rede. BSG 3 Bewerbungen die Woche-
Das Gericht sah zudem keine Anhaltspunkte dafür, dass es dem Kläger durch seine Tätigkeit als Schriftsteller in absehbarer Zeit gelingen werde, seine Hilfebedürftigkeit zu überwinden (S 13 AS 3611/16, nicht rechtskräftig).
Zitat von: Elfe am 10. September 2026, 17:31:4515 Jobangebote, in 2 Wochen
30 im Monat ist natürlich eindeutig zu viel.
in der Regel ist eine sogenannte Rechtsfolgenbelehrung (RFB) beigefügt. Diese Belehrung informiert Sie rechtsverbindlich darüber, welche Konsequenzen es hat, wenn Sie die angebotene Stelle ohne wichtigen Grund ablehnen.
"Den Nutzen unseres Volkes mehren, Schaden von ihm wenden und für Freiheit und Gerechtigkeit sorgen - Dafür arbeiten wir weiter - Helmut Schmidt"
Art 1 2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.