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Autor Thema: Mietkonto  (Gelesen 3957 mal)

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Offline Sarellam

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Mietkonto
« am: 09. April 2017, 12:54:51 »
Guten Tag,
Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben.
Für das JobCenter muß ich die Betriebskostenabrechnung von 2015/16 so wie ein Auszug vom Mieterkonto ab Januar 2015 bis 2017 und die Heizkostenabrechnung vorlegen.

Mein Problem ich wohne seit 1985 in einer 2 Zimmerwohnung im Haus meiner Mutter. (Zugang über Treppenhaus) Es gibt also kein Mieterkonto und seitdem meine Mutter eine Demenz hat gebe ich ihr die Miete meist Bar. Betriebskostenabrechnung hat sie nie gemacht. Und weil meine Wohnung zu teuer war wurden mir auch die Heizkosten nicht mehr bezahlt, deshalb habe die Abrechnung nicht mehr eingereicht. Die Wohnung kostet 305euro kalt plus 148euro Nebenkosten. Heizung 160 im Monat. Vom Amt bekomme ich die 305 und die 148. Wie kann ich jetzt die geforderten Unterlagen bringen oder wie soll ich mich verhalten?
Ich bin außerdem seit 2008 durchgehend AU und völlig überfordert mit der Situation.
vielen Dank

Offline Angela1968

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Re: Mietkonto
« Antwort #1 am: 09. April 2017, 13:05:07 »
1. Gibt es eine Kostenbteiligungsvereinbarung oder Meitvertrag?
2. Was steht bezüglich der BK und HK drin.
3. Lässt Du Dir jedesmal die Meitzahlung von Deiner Vermieterin/Muter quitieren=
4. Ist de Demenz Dener Mutter/Vermeterin offiziell bekannt
5. Wenn ja, wer ist ihr Betreuer und erldigt ihre Geschäfte?

Angela
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Offline Sarellam

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Re: Mietkonto
« Antwort #2 am: 09. April 2017, 13:13:24 »
Es gibt einen alten DDR Mietvertrag. An Quittungen habe ich nicht gedacht, blöd ich weiß. Bis 2014 habe ich das Geld direkt auf ihr Konto überwiesen. Einen Pflegegrad gibt es nicht und ich habe eine Vorsorgevollmacht. Die Demenz ist beim Hausarzt schon bekannt aber noch kann sie alle Tests. Sie kann noch selbstständig Geld abholen meistens zumindest. Überweisungen ect mache ich.

Offline Evenflow DDT

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Re: Mietkonto
« Antwort #3 am: 09. April 2017, 13:26:21 »
Du hast ja sicher Kontoauszüge von deinem Konto, wo du monatlich die etwas über 600 Euro bar angeboten, um sie deiner Mutter zu geben, oder? Die könntest du ja mit der Erklärung, es seit 2014 bar zu zahlen, beim JC einreichen.

Was steht in dem alten Mietvertrag zu den Abrechnungen? Gibt es noch weitere vermietete Wohnungen in dem Haus oder nur deine? Wo im Osten wohnst du, dass solch eine hohe Miete verlangt wird? Außerdem klingt es komisch, dass das JC angeblich die Heizkosten auf Null gemindert haben soll. Wenn Miete unangemessen ist, wird diese nicht mehr voll berücksichtigt. Wenn Heizkosten unangemessen sind, dann werden die gekürzt. Aber gar nicht, da stimmt was nicht, das gibt es eigentlich nur, wenn man Heizkosten nicht über den Vermieter bezieht und man den Heizkostenabschlag z. B. von den Stadtwerken oder so nicht meldet. 

Offline Angela1968

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Re: Mietkonto
« Antwort #4 am: 09. April 2017, 13:26:37 »
Gut, dann bist Du ja abgesichert wegen der Demenz Deiner Mutter/Vermeiterin und dürftest dann in ihrem Auftrag auch die Quittungen mit unterschreiben. Hier würde ich aber gerade wegen der Demenz der Mutter/Vermieterin doch wieder auf Überweisung der Miete auf das Girokonto Deiner Mutter/Vermieterin zurückgreifen. Gerade in Hinsicht auf das JC und wenn die mal ne Bestätigung wegen der Mietzahlungen haben wollen ist das besser wenn die Mietzahlungen auf Deinem Konto zu sehen sind. Auch wenn das Geld von Dir im Auftrag der Mutter wieder abgehoben wird.. Ist nur ein Tipp von mir und um Dich abzusichern. Zumal wenn auf dem Mietvertrag steht das die Miete auf ein bestimmtes Konto einzuzahlen sind.

Bezüglich der BK und HK müsste ich noch wissen was im Meitvertrag vereinbart worden ist. Ist eine Pauschalzahlung vereinbart würde ich das dem JC so mitteilen. Sind aber Abschläge und jährliche Abrechnung vereinbart müsstest Du eben zusammen mit Deiner Mutter/Vermieterin versuchen irgndwie die BK-Abrechnung hinzubekommen. Ich würde dann aber ab diesem Jahr mit ihr einen anderen Vertrag aufsetzen wo dann eine pauschale Zahlung vereinbart wird und das denn auch dem JC so vorlegen.

Angela
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Offline Peter Viersen

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Re: Mietkonto
« Antwort #5 am: 09. April 2017, 13:35:42 »
Zitat von: Sarellam am 09. April 2017, 12:54:51
gebe ich ihr die Miete meist Bar

Meist heißt .....nicht immer !!!

Zitat von: Sarellam am 09. April 2017, 13:13:24
An Quittungen habe ich nicht gedacht,

das ist in der Tat ....dumm gelaufen !!!

Zitat von: Sarellam am 09. April 2017, 12:54:51
Heizung 160 im Monat

Hast du die ganzen Jahre die Heizung "aus eigener Tasche" gezahlt?

Welche Möglichkeiten bestehen denn, die Miet- und Nebenkostenzahlungen lückenlos nachzuweisen? Kannst du das über die Kontoauszüge nachweisen? Eidesstattliche Versicherung der Mutter, die Zahlungen erhalten zu haben?

Es ist natürlich äußerst dumm, die Vorsorgevollmacht quasi über die eigenen Miet - Zahlungen an seine dement werdende Mutter zu haben. Wie in einer anderen Antwort auch schon bemerkt, finde ich für ostdeutsche Verhältnisse die Miete sehr hoch.

Kann es vielleicht sein, aus puren Gewohnheit, dass sich diese Mietangaben verselbständigt haben und das JC jetzt bei genauerer Prüfung Belege sehen will, die man natürlich nicht hat und verzweifelt nach einer Lösung dieses Dilemmas sucht?

Offline Angela1968

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Re: Mietkonto
« Antwort #6 am: 09. April 2017, 13:44:56 »
Peter Viersen,

ich seh hier die Probleme in der Demenz der Mutter und das der Sohn/Mieter hier die Vorsorgevollmacht hat Erst mal weis man nicht wie schlimm die Demenz ist und inwiefern die Mutter/Vermieterin sch an das eine oder andere noch errinnert, Normalerwiese darf der TE hier alles als Vorsorgebemächtigter für die Mutter/Vermieterin alles unterschreiben ohne Problme, Nur da es hier um Rechtsgeschäfte geht die den Vorsorgebemächtigten betreffen weis man nicht inwiefern das JC das alles anerkennt.

Angela
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Offline Sarellam

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Re: Mietkonto
« Antwort #7 am: 09. April 2017, 13:45:51 »
Meine Mama bekommt nur die Miete nicht die Heizkosten die gehen an die GASAG. Ja klar werde ich jetzt alles wieder auf ihr Konto überweisen. Und ja bis 2014 habe ich dem Jobcenter das mit meinen Kontoauszügen nachweisen können. Die Heizkosten habe ich von meiner Opferschutzrente bezahlt.


Datei restanonymisiert & als PDF neu hochgeladen. / Wolf27

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]
« Letzte Änderung: 09. April 2017, 16:42:27 von Wolf27 »

Offline Angela1968

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Re: Mietkonto
« Antwort #8 am: 09. April 2017, 13:52:00 »
Tja nun wissen wir immer noch nicht was bezüglich der BK-Abrechnung im Mietvertrag steht. Aber da Du ja selbst geschrieben hast das diese immer erstellt und eignereicht wurde bis zu dem Zeitpunkt wo diese sowieso nicht mehr vom JC gezahlt wurde, wirst Du sie wohl wieder einreichen müssen wenn gefordert. Oder nachfragen warum man diese haben möchte obwohl man ja eh weis das diese zu hoch ist und eine Nachzahlung deshalb nicht erfolgt.

Angela
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Gast42596

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Re: Mietkonto
« Antwort #9 am: 09. April 2017, 13:59:04 »
Sind denn noch andere Mieter im Haus?
Und wann war das Abrechnungsjahr 2015/2016 zu Ende. Sind da schon 12 Monate ins Land gegangen?

Die Sache sollte man auf keinen Fall überstürzt angehen. Denn durch die Vorsorgevollmacht und die Mietzahlungen in Bar steht auch die Veruntreuung ganz schnell im Raum. Erst recht wenn die Mietzahlungen unregelmäßig erfolgt sind.
Es wird sehr schwer nachzuweisen, dass die Miete in Bar an die Mutter gegangen ist. Mit dem nachträglichen Erstellen von Quittungen wäre ich hier speziell in diesem Fall auch sehr vorsichtig.

Wenn die Vorsorgevollmacht auch die Vermögensangelegenheiten betrifft, dann hätte man hier eine detaillierte "Buchhaltung" führen müssen um jeden einzelnen Cent belegen zu können. Die bloße Behauptung man hätte die Miete in Bar übergeben wird nicht genügen.

Abhebungen und Einzahlungen sind ja auch auf den jeweiligen Konten zu sehen. Auch muss die Mutter bei Mieteinnahmen auch Steuern bezahlen. Also muss ja irgendwo dokumentiert sein, welche Kosten entstanden und was es an Einnahmen so gab.
Würde mir da vielleicht auch die Hilfe von einem Anwalt holen oder einen Bekannten der in Sachen Buchhaltung Kenntnis hat um die ganzen Belege und Einzahlungen und Kosten mal zu überblicken. Wenn sich daraus dann die Mietzahlungen ergeben, dann wäre dies als Nachweis wenigstens glaubhaft.
Zitat von: Sarellam am 09. April 2017, 12:54:51
Ich bin außerdem seit 2008 durchgehend AU und völlig überfordert mit der Situation.
Hole dir Hilfe und Unterstützung. Wie gesagt ein Bekannter der sich einen Überblick verschafft wäre schon mal sehr von Vorteil. Nicht den Kopf in den Sand stecken. Auch wenn es vielleicht nicht so ist, mit dem Verdacht der "Veruntreuung" ist nicht zu spaßen.

Den Auszug aus dem Mieterkonto muss man m.E. aber nicht vorlegen.

Offline Sarellam

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Re: Mietkonto
« Antwort #10 am: 09. April 2017, 14:16:51 »
Also in meinem Mietvertrag steht nichts über BK die wurden auch noch nie erstellt oder eingereicht. Nein es sind keine andren Mieter mehr im Haus. Meine Mutter bewohnt 2Wohnungen und ich eine.

Offline Angela1968

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Re: Mietkonto
« Antwort #11 am: 09. April 2017, 14:20:03 »
Du hast doch aber selbst geschrieben das Du die Abrechnung eingereicht hast. Ich zitiere Dich von Deinem Eingangsthread:
Zitat
Und weil meine Wohnung zu teuer war wurden mir auch die Heizkosten nicht mehr bezahlt, deshalb habe die Abrechnung nicht mehr eingereicht.

Erklär mir das mal. Habe ich Dich da falsch verstanden?

Angela
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Offline Sarellam

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Re: Mietkonto
« Antwort #12 am: 09. April 2017, 14:24:59 »
Nur die Heizkosten und die bezahle ich direkt an die GASAG. Ich heiße und koche mit Gas die über eine Therme läuft. Also keine Zentralheizung.

Online Orakel

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Re: Mietkonto
« Antwort #13 am: 09. April 2017, 14:30:04 »
Wie kann ich jetzt die geforderten Unterlagen bringen oder wie soll ich mich verhalten?

Es wäre hilfreich, wenn du die Aufforderung des Jobcenters vollständig anonymisiert als Dateianhang hier hochlädst.

Auch ohne Kenntnis dieser Aufforderung schon mal vorab:

... ein Auszug vom Mieterkonto ab Januar 2015 bis 2017 ...

Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage! Dem Leistungsträgr steht es schlicht und ergreifend eine Überprüfung nicht zu, ob die bewilligten Bedarfe für Unterkunft und Heizung auch tatsächlich an den Vermieter weitergeleitet werden.

"Ausgangspunkt für die Frage, ob eine wirksame Mietzinsverpflichtung des Hilfebedürftigen vorliegt, ist in erster Linie der Mietvertrag mit dem der geschuldete Mietzins vertraglich vereinbart worden ist." (BSG, Urteil vom 03.03.2009, Az. B 4 AS 37/08 R)
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline Angela1968

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Re: Mietkonto
« Antwort #14 am: 09. April 2017, 14:35:56 »
Leider weis ich nicht wie das in der DDR Zeit mit den Mietverträgen üblich war. Da war ich noch Kind/Jugendliche. Da hat mich so etwas noch nicht interessiert. Ich gehe aber davon aus das wenn nicht explizit was über pauschale Abrechnung drin steht wirst du um eine Abrechnung nicht drum rum kommen. Lass Dich mal von einem Mieterverein in der Hinsicht beraten. Die müssten sich da auskennen.

Ich überlege auch noch ob ein Mieterkonto nicht zu den Unterlagen des Vermeiters gehört. Und das Du somit auch nicht rausgeben darfst. Auf der anderen Seite müsstest Du aber vom Vermieter über sämtlche Abrechnungen, Mietzahlungen etc. eine Kopie erhalten haben und das müsste Dir vorliegen und das darfst Du auch einreichen.

Also ich denke mal die fehlene Buchhführung Deinerseits wird Dir auf die Füße fallen.

Angela
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