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Autor Thema: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete  (Gelesen 2081 mal)

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Offline rapunzeline

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #15 am: 26. Oktober 2018, 17:30:34 »
Könnt Ihr bitte nochmal drüber gucken, und meine letzten Fragen beantworten!?!

Danke
Rapunzeline

Gast45698

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #16 am: 26. Oktober 2018, 19:59:16 »
Die Frist für einen Widerspruch beträgt grundsätzlich einen Monat nach Eingang des Bescheids. Hier unbedingt darauf achten, dass es sich nicht um vier Wochen sondern um einen Monat handelt. Die Widerspruchsfrist für den Bescheid dürfte also verstrichen sein.
Du kannst aber noch bist zum 31.12.2019 einen Überprüfungsantrag stellen und Bescheid überprüfen lassen. Wichtig ist, dass man den Bescheid genau benennt.

Die Arbeit mit den Nachweisen solltest du dir dennoch weiterhin machen. So kannst du fortlaufend nachweisen, dass keine Wohnung zur Verfügung stand. Folgerichtig muss auch das Jobcenter nachweisen, dass der Wohnraum zur Verfügung stand bzw. steht. Daraus ergibt sich, dass dein Jobcenter die Übernahme der vollen Kosten der Unterkunft nicht von vornherein auf die 6 bzw. 8 Monate hätte beschränken dürfen. Sondern erst nach einer Prüfung und nach einem Verwaltungsakt die Kosten hätte mindern dürfen.
Bei dir kommt aber evtl. noch die fehlende Kostensenkungsforderung dazu.
Ich würde den Überprüfungsantrag stellen.

Geschickter Weise genehmigen die Jobcenter oftmals die vollen Betriebs- und Heizkosten bzw. nur die vollen Heizkosten und zahlen lediglich nur den "angemessenen" Anteil der Kalt oder Bruttokaltmiete. Was genau in welcher Höhe übernommen wird müsste sich aus deinem Bescheid heraus ergeben. Übernimmt das Jobcenter z.B. die vollen Heizkosten, dann steht dem Jobcenter auch das Guthaben zu. Muss aber auch eine Nachzahlung leisten.

Wie hoch ist denn die Differenz zur Übernahme und was wird derzeit übernommen?

Offline rapunzeline

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #17 am: 27. Oktober 2018, 12:06:16 »
Danke @Kartoffelbrei. Na ja, ich behaupte mal, wieso sollte ich direkt im März nach Eingang des Bescheides gegen die Nicht-Übernahme der unangemessenen Miete ab 9.2018 Widerspruch einlegen? Da wusste ich ja noch nicht, dass ich bis September keine neue Wohung finden würde. Dewegen wäre ich sowieso nicht auf die Idee gekommen vor August irgendwas zu unternehmen.

Kommt den normalerweise sowas wie ein gesonderter Bescheid als Kostensenkungsaufforderung? Ich bin lediglich im Februar belehrt worden, dass meine Miete unangemessen ist und demnach diese unangemessene Miete ab 9.2018 nicht mehr übernommen würde. Die Belehrung habe ich unterschrieben. In dem ergangenen ALGII-Bescheid sind lediglich die Beträge für KDU und Lebensunterhalt bis 8.2018 und nach 8.2018 getrennt aufgeführt. Das sind ja die Beträge, die sie überweisen.

Wie müsste ich den Betreff im Schreiben benennen? "Überprüfungsantrag Bescheid vom XX.XX.XXXX hinsichtlich der Übernahme meiner unangemessenen Miete nur bis zum 31.8.2018"? oder " .... hinsichtlich der Übernahme meiner unangemssenen Miete bis zu 31.12.2018 statt bis zum 31.8.2018 wie lt. Bescheid vorgesehen"? Oder soll ich besser "Widerspruch gegen/oder Überprüfungsantrag des B ...." schreiben?

Was die BK und HK angeht, haben sie für 2017 sowohl alle BK als auch die HK in voller Höhe übernommen. Allerdings wirtschafte ich auch wirklich gut mit den HK, bei einer qm-Zahl von 76 qm habe ich 49 Euro HK pro Monat aufs Jahr gerechnet gezahlt. Die restlichen BK sind im Verhältnis zu anderen Häusern auch eher sehr angemessen.

Die Differenz bei den BK und HK für 2017 betrug ca 500 Euro, also ca. 45 Euro mehr als mtl. per Abschlag vom Vermieter verlangt. Die 500 Euro hat das JC übernommen

Die Differenz von meiner Warmmiete zu der im Kreis genehmigten Warmmiete für bis zu 50 qm, beträgt 230 Euro.

Offline rapunzeline

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #18 am: 27. Oktober 2018, 17:57:23 »
Kann nochmal jemand gucken bitte, und die letzen Fragen beantworten !?!

Danke euch
Rapunzeline

Gast45698

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #19 am: 27. Oktober 2018, 18:08:05 »
Es ist ein Überprüfungsantrag und kein Widerspruch.

Du hast doch bestimmt ein Duplikat bekommen von dem was du da unterschrieben hast, oder?
Stell bitte mal den Bewilligungsbescheid und das Dublikat hier anonymisiert ein.

Offline rapunzeline

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #20 am: 29. Oktober 2018, 12:34:30 »
Es gibt 3 Schreiben (vs Verwaltungsakte):

1. datiert vom XX.2.2018
Betreff: Gewährung von Leistungen nach dem SGBII/hier: Übernahme von Kosten der Unterkunft gem. § 22 SGBII

.... bla bla:
Zitat
... aufgrund Ihres Antrages von XX.01.2018 gewähre ich Ihnen seit dem 01.01.018 Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II. Die Unterkunftskosten sind demnach in tatsächlicher Höhe zu übernehmen, soweit diese nicht unangemessen hoch sind und es ihnen nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, sie durch Umzug, Untervermietung oder auf andere Weise auf ein angemessenen Maß zu senken.

... nun Belehrung was für meinen Kreis als angemessen gilt.

dann ...
Zitat
Sie machen für Ihre Unterkunft jedoch Unterkunftskosten in höhe von XXX Euro Bruttokaltmiete inkluseive BK ohne HK geltend. Diese überschreiten den o.g. Höchst betrag um mtl. 230 Euro und können somit nicht dauerhaft im Rahmen der Leistungsgewährung ...
  .... bla, bla.

dann ..
Zitat
Ich bitte sie daher, sich unverzüglich intensiv und nachvollziehbar um preisgünstigeren Wohnrau zu bemühen .....

dann ..
Zitat
Ich erkläre mich bereit, Ihre tatsächliche Miete bis einschli. 31.8.2018 bei der Berechnung zu berücksichtigen. Danach ist es mit nur mögich ....

Dieses Schreiben ist von der SB unterschrieben worden.

2. datiert vom XX.3.2018
heißt: Verhandlungsniederschrift

u.a.
Zitat
Ich wurde darüber aufgeklärt, dass meine Wohnung unangemessen ist und ein Anschreiben zur Kostensenkung ist mir heute ausgehändigt worden.

Dieses Schreiben wurde sowohl von mir als auch von der SB unterschrieben.

3. datiert vom (einen Tag später) XX.3.2018
heißt: Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes

also der eigentliche ALGII-Bescheid mit Auflistung der Überweisungsbeträge von 1.-8.2018 und von 9-12.2018.

Auf der Rückseite auch die Ermittlung des Betrages, angemessen und demnach gültig für den Kreis, wobei mir jetzt auffällt, dass hier nur die HK eingetragen wurden und unter NK nur 1 Euro, was daraus schließen lässt, dass @Kartoffelbrei mit seinem statement vom 26.10.2018 zur Abrechnung von HK und BK in Zukunft wahrscheinlich Recht hat.

Trotzdem erschließt sich mir nicht wie Sie das Jahr 2018 im Falle der sicheren Nachzahlung für HK und BK abrechnen
werden, gesetzt den Fall, das JC übernimmt tatsächlich nur die unangemessene Miete von 1-8.2018. Weiss da jemand noch mehr als hier von @Kartoffelbrei beschrieben wurde.

Also, bitte noch den letzten Absatz hier beantworten und meine Fragen vom 27.10.2018. Danke Euch!!! :clever:

Gast45698

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #21 am: 29. Oktober 2018, 12:45:06 »
Steht auf dem Bewilligungsbescheid irgendeine Begründung zur Übernahme der Kosten der Unterkunft? Es ist m.E. eine Kostensenkungsaufforderung zugegangen. Die Heizkosten scheinen wohl angemessen zu sein. Daher wird eine Nachzahlung grundsätzlich auch erfolgen. Zum Rest kann man nichts sagen, da auch noch offen in welcher Höhe die restlichen Zahlungen erfolgen und ob die Kalten Betriebskosten bei der Grundmiete berücksichtigt wurde.

Ich bitte dich daher nochmals den Bescheid einzustellen, damit man sich selbst davon ein Bild machen kann. Ansonsten wird dies ein Durcheinander und deine Fragen können nicht beantwortet werden.

Offline rapunzeline

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #22 am: 29. Oktober 2018, 12:57:55 »
Das Einstellen bringt nicht mehr, habe alles geschrieben. Ich glaube auch, dass das Schreiben Nr.1 wohl eine Kostensenkungsaufforderung ist.

Hierrauf steht noch zahlenmäßig: angemessen für den Kreis und für 1 Person ist eine Bruttokaltmiete inkl. Betriebs-/Nebenkosten ohne Heizung von 355 Euro.

Diese sind im Bewilligungsbescheid (Schreiben 3, ALGII-Bescheid) wie folgt aufgeteilt:
Grundmiete   354 Euro
NK                     1 Euro und
Heizkosten       54 Euro (lt. Abre. von 2017)
=als angemessene Gesamt-KDU gelten 355 + 54 Euro.

Übernommen wurden lt. diesem Bescheid die unangemessene Miete bis 8.2018 wie folgt:
Grundmiete     510 Euro
NK                     74 Euro (Lt. Abre von 2017)
HK                     54 Euro (dito)

Auf dem Bewilligungsbescheid von XX.3.2018 mit den o.g. Zahlen steht keine Begründung zur Übernahme der Kosten der Unterkunft.

Gast45698

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Re: Beantragung "Weiterführung" unangemessene Miete
« Antwort #23 am: 29. Oktober 2018, 13:17:38 »
Zitat von: rapunzeline am 29. Oktober 2018, 12:57:55
Das Einstellen bringt nicht mehr, habe alles geschrieben.
Genauso wie auf einmal die Information gekommen ist, dass du etwas unterschrieben hast.
Der genaue Wortlaut des Kostensenkungsaufforderung ist wichtig. Genauso die genauen Informationen aus dem Bescheid.
Bis der Bescheid und das Hinweisblatt eingestellt ist, bin ich hier raus.