hartz.info erhebt und verarbeitet Daten um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren.
Teilweise benötigen wir dazu deine Zustimmung, diese kannst du jederzeit widerrufen. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Mit Klick auf "Cookies ablehnen" kannst du die erforderliche Zustimmung ablehnen.

Ich stimme zu

Autor Thema: Jobcenter Inkasso  (Gelesen 499 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline TG

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 145
Jobcenter Inkasso
« am: 02. September 2020, 07:34:42 »
Hallo,
ich unterstütze einen Mann aus Eritrea, der als Ehemann einer deutschen Frau 2010 nach Deutschland kam. Zum damaligen Zeitpunkt sprach er weder die deutsche Sprache noch verstand er das System. Die Ehefrau erledigte samtliche Behördengänge und beantragte ALG2. Es bestand ein Bankkonto, welches auf ihren Namen lief. Es gibt 2 gemeinsame Kinder. Seit 2015 sind sie geschieden, und er lebt allein. Seitdem macht seine EX ihm das Leben zur Hölle. Er war lange Jahre unwissend und hatte ihr immer vertraut. Das zum Hintergrund.

Mit Schreiben von 8/2020 forderte der Inkasso Dienst des JC ihn auf, aus Aufhebungs-und Erstattungsbescheid von 12/2010 eine Summe von 288 € zurückzuzahlen. Aus der Ehezeit hat er keinerlei Papiere. Die Ex verweigert jegliche Auskunft. Es ist auch fraglich, ob überhaupt noch Papiere aus der Zeit existieren.

Wenn es damals einen Bescheid gegeben hat, müßte er ja auf den Namen der Frau ausgestellt sein, da diese Leistungen beantragt hatte. Demzufolge müßte jeder EX Partner nun die Hälfte der Summe zurückzahlen. Beide beziehen nach wie vor Leistungen. Er hat jetzt eine Ausbildung zum LKW Fahrer abgeschlossen und ist natürlich bereit, die Hälfte der Summe zu tragen. Im Nachhinein wurde ihm bekannt, dass die EX offensichtlich mehrfach während der Ehezeit Sozialbetrug begangen hat.

Die Forderungseintreibung des Inkassos wird weiter laufen. Wir haben erstmal Aussetzung beantragt und gleichzeitig das JC gebeten, eine Kopie des o.g. Bescheides zu schicken. Was wären die weiteren Schritte? Hat jemand Rat?

Online mousekiller

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2149
  • Vorsicht, bissig!
Re: Jobcenter Inkasso
« Antwort #1 am: 02. September 2020, 08:36:20 »
Er kann, wenn der Bescheid da ist, Ratenzahlung beim Inkasso beantragen. Das ist jederzeit problemlos möglich.

Sollte das JC den Bescheid nicht mehr vorlegen können, ist natürlich auf Grund fehlenden Nachweises die Situation gegeben, dass das JC aufgefordert werden sollte, die Forderung wegen fehlendem Nachweis niederzuschlagen.
Alle verrückt hier! Komm, Einhorn, wir gehen...

Offline TG

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 145
Re: Jobcenter Inkasso
« Antwort #2 am: 02. September 2020, 10:19:25 »
Ein Bescheid kann ja nur auf den Namen der Ex ausgestellt sein. Das JC müßte einen neuen Bescheid mit der Hälfte der Summe ausstellen. Sind meine Überlegungen richtig und einforderbar?
Könnten wir uns auch auf Verjährung beziehen?

Offline crazy

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 10488
Re: Jobcenter Inkasso
« Antwort #3 am: 02. September 2020, 10:34:37 »
Da der Bescheid nicht vorliegt ist auch nicht bekannt ob man die Forderungen bereits auf die jeweiligen Mitglieder der BG verteilt hat. Also der Ehemann mit 288 dabei ist und die EX Frau und die Kinder auch noch was zurückzahlen mussten...Rückforderungen werden ja nach Berechnungsbogen verteilt  und entsprechend unten aufgeschlüsselt.
Ergo geht nur den entsprechenden Bescheid zu fordern um prüfen zu können ob die Forderung tatsächlich so bestand hat.

Offline TG

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 145
Re: Jobcenter Inkasso
« Antwort #4 am: 02. September 2020, 12:15:16 »
Danke. Dann warten wir ab, was kommt. 2010 gab es noch keine Kinder.