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Autor Thema: Durchschbittseinkommen oder monatlich?  (Gelesen 1055 mal)

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Offline Theflo2304

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Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« am: 01. Dezember 2019, 10:35:28 »
Guten Morgen,
hatte mich vor einigen Monaten hier im Forum schonmal gemeldet. Nachden letzten 6 Monaten der Bewilligung wurde beim abschluss ein Durchschnittseinkommen berechnet, wo ich jetzt 850euro zurück zahlen muss, mit 10% monatlicher aufrechbung 107euro (wovon das Amt bis jetzt keinen Cent einbehalten hat)
bin ich für die jetzige Bewilligung völlig überfragt und überfordert.
Ende Jan läuft der nächste vorläufige Bescheid ab.
Was ist besser durchschniittseinkommen oder monatlich Berechnung beantragen?
Hatte den Ratgeber darüber  gelesen und war bei meinen letzten Post über die Info der monatlichen Berechnung zu beantragen sehr dankbar .
In 3 Monaten hab ich durch Überstunden, Sonderzahlung (davon wüssten Sie bei dem Antrag zur weiter bewilligung), Feiertagsarbeit erheblich mehr verdient, als in der Bewilligung steht. Seit mitte/ende november arbeitet mein Freund bis ende Dez(weihnachtsmarkt), hab ich dem jc mitgeteilt, mir wurde aber geschrieben können Sie ohne Av nicht berechnen .
Also wieder vollen Satz bekommen jetzt für Dez, November konnten Sie nicht rückgängig machen, da Geld schon angewiesen. Heisst jefen Monat 204 Euro plus die Krankenkasse für ihn zahlen Sie, ich arbeite voll.
Fällt bei einer monatlichen Berechnung wenn wir für die Monate aus dem leistungsbezug fallen, die Krankenkasse für ihn weg? Jetzt für Mitte November bis ende Dez ist er sozialversicherungspflichtig eingestellt .
Sorry für den langen Text ich weiss nicht was richtig ist, was ich machen soll !

Offline NevAda

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #1 am: 01. Dezember 2019, 10:38:39 »
Gib einfach jeden Monat nur so viel aus, wie Dir zusteht!
Wenn dann die Rückforderung kommt, hast Du das Geld gleich parat.
Du (bzw. Ihr) weißt doch am besten, wenn Du mehr Geld hast. Wenn Ihr das trotzdem ausgebt, seid Ihr Euch ja bewusst, dass Ihr es werdet zurückzahlen müssen. Wäre ja doof.
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Offline Ottokar

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2019, 11:10:51 »
Zitat von: Theflo2304 am 01. Dezember 2019, 10:35:28
mit 10% monatlicher aufrechbung 107euro
Woher stammt der Betrag? 10% wären 38,20 Euro (Partner) bzw. 42,40 Euro (Single).

Zitat von: Theflo2304 am 01. Dezember 2019, 10:35:28
Was ist besser durchschniittseinkommen oder monatlich Berechnung beantragen?
Das kann man so pauschal nicht beantworten, insbesondere wenn es sich um Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit handelt.
Grundsätzlich könnte man sagen, dass bei schwankendem Einkommen aus abhängiger Erwerbstätigkeit eine monatliche Berechnung i.d.R. günstiger ist.
Bei Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist es aufgrund der teilweise erheblichen Schwankungen i.d.R. genau andersherum, d.h. wäre ein monatliches Durchschnittseinkommen sinnvoller.
Indem man seinen Anspruch selbst ausrechnet, kann man feststellen, was im Einzelfall besser wäre. Das geht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm und etwas Übung sehr leicht.

Von Nachteil ist eine monatliche Berechnung immer dann, wenn in einem Monat die Aufwendungen höher sind als das Einkommen und sich bei Ansatz eines Durchschnittseinkommens ein höheres monatliches Einkommen ergibt, welches die Aufwendungen deckt. Denn sonst würde man auf dem ungedeckten Teil der Aufwendungen sitzen bleiben.
Das kann aber auch für den umgekehrten Fall gelten: der Ansatz eines Durchschnittseinkommens kann dazu führen, dass sich das monatliche Einkommen verringert und man Aufwendungen nicht mehr komplett absetzen kann.
Von Vorteil ist die monatliche Berechnung immer dann, wenn in einem Monat der Anspruch auf ALG II wegen zuviel Einkommen entfällt, denn dann kann das Mehr an Einkommen nicht - wie beim Durchschnittseinkommen - auf andere Monate verteilt werden, sondern bleibt als Mehreinkommen in der Tasche.

Sofern keine der o.g. Fälle eintreten, ist es unter dem Strich jedoch egal, ob monatliche Berechnung oder Durchschnittseinkommen. Auf den Bewilligungszeitraum betrachtet ist der ALG II Anspruch dann gleich hoch.
Eine monatliche Berechnung erleichtert dann nur das Nachvollziehen und Überprüfen der Berechnungen des JC.
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Offline Theflo2304

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #3 am: 01. Dezember 2019, 11:27:05 »
Danke für die Antworten .
Natürlich weiss ich wann ich was zuviel erhalten habe und mehr verdient habe und auch das mir das nicht zusteht. Meine Angst ist, das die Krankenkasse bei monatlicher Berechnung weg fällt , für meinen Freund.
Ich arbeite nicht selbstständig, sondern bin Vollzeit angestellt.
Genau bei den letzten 6 Monaten hatte ich monatlich ausgerechnet und wusste nicht das man dieses beim jc seperrat beantragen muss, da man sonst ein durchschnittseinkommen angerechnet bekommt. Das waren dann somit ca 250 Euro mehr was ich zurück zahlen sollte.
Ich hab bis jetzt jeden Monat mehr verdient als wie in der Bewilligung steht, da Sie nur das tarifgehalt genommen haben.
Die andere Rückzahlung ist vom Mitte August. Der Betrag ergibt sich mein Freund, Sohn und ich.


Offline Theflo2304

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #4 am: 01. Dezember 2019, 18:45:30 »
Mir ist nicht klar, ob bei einer monatlichen Berechnung,wenn Ich mehr verdient habe wie die 204 Euro die wir vom Jc bekommen die Krankenkasse weg fällt ?

Offline crazy

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #5 am: 01. Dezember 2019, 19:16:55 »
204 plus KV Beitrag bekommt ihr vom JC. Auch wenn der KV Beitrag nicht ausgewiesen wird. Das JC zahlt diesen direkt.

Offline NevAda

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #6 am: 01. Dezember 2019, 19:26:33 »
Mir ist nicht klar, ob bei einer monatlichen Berechnung,wenn Ich mehr verdient habe wie die 204 Euro die wir vom Jc bekommen die Krankenkasse weg fällt ?
Wenn Ihr aus dem Bezug fallt, weil Du (nach Freibeträgen) mehr als 204 Euro hast, Ihr aber durch die KK-Beitragszahlung (von ca. 180) wieder bedürftig würdet, habt Ihr wieder Anspruch.
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Offline JensM1

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #7 am: 01. Dezember 2019, 20:26:18 »
Wenn für die gesamte BG bei monatlicher Anrechnung für mind. 1 Monat ohne direkte Anrechnung von einmaligen Einnahmen (Anrechnung max 1/6 in dem Fall) kein Leistungsanspruch besteht, darf kein Durchschnittseinkommen gebildet werden.

Scheint nach deiner Schilderung der Fall zu sein, entsprechend würde ich das zuerst mal durchrechnen. Falls zutreffend kannst du dir weitere Vergleichsrechnungen sparen.

Offline Ottokar

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #8 am: 02. Dezember 2019, 14:30:42 »
Ich arbeite nicht selbstständig, sondern bin Vollzeit angestellt.
Zitat von: Theflo2304 am 01. Dezember 2019, 18:45:30
Mir ist nicht klar, ob bei einer monatlichen Berechnung,wenn Ich mehr verdient habe wie die 204 Euro die wir vom Jc bekommen die Krankenkasse weg fällt ?
Pflichtversichert? Dann werden die KV-Beiträge vom AG abgeführt. Ob du ergänzend ALG II erhälst oder nicht, ändert weder etwas an deiner KV noch dem Beitrag dafür.
Privat versichert? Dann wird zusätzlich zum ALG II ein Zuschuss zum KV-Betrag gezahlt. Der wiederum mindert sich um den Betrag, den dein Einkommen deinen ALG II Bedarf übersteigt.
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Offline Sheherazade

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #9 am: 02. Dezember 2019, 14:49:30 »
Sie meint die Krankenversicherung für ihren Freund, nicht ihre eigene.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Ein Spiegelbild der Gesellschaft: "Warum sorgen nicht alle anderen mit all ihren Kräften dafür, dass es MIR gut geht?" Schuld sind immer nur die anderen...

Offline Ottokar

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #10 am: 02. Dezember 2019, 14:57:30 »
Sie meint die Krankenversicherung für ihren Freund, nicht ihre eigene.
Pflichtversichert? Hier kann aufgrund des einmonatigen Nachversicherungsanspruches der Anspruch auf ALG II für einen Monat folgenlos entfallen. Entfällt der Anspruch auf ALG II für mehrere aufeinanderfolgende Monate, müsste sich der Freund freiwillig weiterversichern. Die Kosten für den Beitrag (auch bei Privatversicherung) kann er als Beitragszuschuss beim JC beantragen, dieser Zuschuss stellt kein ALG II dar.
Auch für diesen Zuschuss gilt: er mindert sich um den Betrag, um den das auf den Freund übertragene Einkommen dessen ALG II Bedarf übersteigt.
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Offline Theflo2304

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #11 am: 02. Dezember 2019, 21:11:34 »
Danke für die Erklärung!
 Genau mein Freund ist über das Jc versichert.....Sie zahlen die Kk, plus monatlich Leistung von 204 Euro an uns, bzw kk direkt.
Kann ich mich nochmal melden wenn ich alle gehaltsabrechnung habe? Hab zwar in etwa vorrausgerechnet, für die letzten Monate, aber die letzte Abrechnung (für dez), erhalte ich Mitte jan. Bewilligung ist bis ende Januar .
 Laut meiner Berechnung habe ich im August Dez und Jan über die 204Euro Leistung verdient. Im sep,okt nur etwa bis 40 euro mehr als den Betrag der im vorläufigen Bescheid steht(1600/2300) Mein Freibetrag ist meine ich ausgeschöpft.
Jetzt ist mein Mann bis ende Dez sozialversichert in Arbeit seit 25.November .
 

Offline Theflo2304

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #12 am: 06. Dezember 2019, 05:20:38 »
Wird denn generell immer erst so spät aufgerechnet, das ist jetzt gut 5 Monate her wo ich den WBA stellte und ich die Rückforderung erhielt? Bis jetzt ist ja nichts passiert .

Offline Ottokar

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #13 am: 06. Dezember 2019, 09:41:33 »
Das JC hat dafür ein Jahr Zeit, außer du beantragst die abschließende Entscheidung, dann muss das JC diese innerhalb von 6 Monaten nach diesem Antrag treffen.

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Offline Theflo2304

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Re: Durchschbittseinkommen oder monatlich?
« Antwort #14 am: 06. Dezember 2019, 12:17:24 »
Okay Das mit der anschliessenden Entscheidung wusste ich bis Juli nicht, da hatte ich mich hier im Forum gemeldet . Eine Anhörung Entscheidung  etc erhielt ich schon von der Bewilligung feb bis ende Juli, doch wie gesagt mich wunderte es das bis jetzt nichts einbehalten wurde . Und die nächste Bewilligung von auf bis jan bald rum ist .