Datenschutzhinweis

Dieses Internetangebot erhebt und verarbeitet Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren. Näheres dazu, welche Daten dabei zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und verarbeitet werden, wie Sie dies verhindern können und zu Ihren diesbezüglichen Rechten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. (Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern.)

Verstanden & Schließen

Autor Thema: Vaterschaft anerkennen,muss man das als Vater dem JC melden? gibt es Probleme?  (Gelesen 518 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Marie92

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 24
Hallo,

Ein guter Freund von mir, der kein Computer besitzt hat mich gestern folgendes gefragt. Da ich selber keine Antwort darauf wusste und wir im Netz nichts dazu gefunden haben, wollte ich hier deswegen mal nachfragen.

Und zwar hat mein Freund (Kumpel) seit einigen Jahren eine Freundin. Beide haben eine eigene Wohnung. Sie arbeitet in vollzeit. Er ist leider seit einigen Jahren an einer Autoimunkrankeit erkrankt und darf deswegen nur noch 3h am Tag arbeiten. Da er auf dem Land wohnt und nicht  mobil ist, findet er auch kaum etwas. Deswegen ist er auch seit Jahren kaum arbeiten gewesehn, wenn dann immer nur kurzzeitig.

Nun jetzt ist es so, dass seine Freundin von ihm schwanger ist. Er freut sich sehr darüber, macht sich aber halt sorgen wie es bei ihm jetzt finanziell weiter geht. Seine Freundin verdient zu viel das wenn er bei ihr einziehen würde weiterhin ALG2 bekommen würde, aber zu wenig dass es für beide und das Kind ausreicht.

Wenn er jetzt die Vaterschaft enerkennt, muss er dies dem JC dann mitteilen? Und wenn ja, gibt es dann für ihn evtl. Probleme? Die Mutter weis, dass er kein Unterhalt bezahlen kann. Ihr gehalt reicht aber aus, damit das Kind alles hat was er braucht. Ergo kommt sie für alles auf. Er muss sie halt unterstützen und z.B. wenn sie wieder arbeiten geht sich um das gemeinsame Kind kümmern.

Gruß Marie


Offline Weigelia

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 11
Habt ihr im Netz was darüber gefunden, wie es bei Eltern gehandhabt wird, die sich getrennt haben und dann ein gemeinsames Sorgerecht oder ein großzügiges Umgangsrecht des Vaters praktizieren? Das könnte doch ähnlich gelagert sein.
Tut mir jetzt richtig leid, dass ich es genauer selbst nicht weiß. Hoffe, es findet sich hier noch ein Experte für Deine Anfrage.

Online NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 10205
Wenn sie zusammenziehen und alle Einkommen zusammen nicht ausreichen, bekommen die drei als Bedarfsgemeinschaft ALG2, wenn die sonstigen Voraussetzungen auch gegeben sind (u.a. Vermögen).
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline crazy

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 6977
Wenn sie nicht zusammen ziehen muss er gar nichts dem Jobcenter melden.

Wenn es ihm gesundheitlich so gut geht, dass er sich ums Kind kümmern kann, kann er auch Elterngeld beantragen und sie geht weiter ihrer Beschäftigung nach.

Bleib er in seiner Wohnung und nimmt das Kind als Umgangskind gelegentlich auf dann kann er für diese Zeit noch extra was fürs Kind bekommen.

Erstmal muss er also gar nichts melden. Erst wenn das Kind da ist ( Umgang oder aber er Hauptbetreuender und damit Elterngeld/Elternzeit), ggf bei Wohnungswechsel etc.

Es ist im Moment ja so. Er wäre der werdenden Mutter  verpflichtet und müsste sich auch an den Mehrkosten für sie und für die Ausstattung Kind beteiligen. Das kann er gar nicht und dafür bekommt er auch nichts extra vom Jobcenter.

Offline Marie92

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 24
Hey, ja darüber haben wir ein paar Sachen gefunden. Dort war es aber immer anders herum. Dort war der Mann der mit dem Vollzeit Job und die Frau die mit ALG2. Dort war es so, dass die Frau angeben muss, wer der Vater ist, damit das JC unterhaltsansprüche prüfen/geltend machen kann, bzw. die Mutter Unterhaltvorschuss beim Jugenamt oder so was beantragen kann. Aber um das gehts hier ja nicht. Das Kind ist ja versorgt.

@NevAda

Zusammenziehen ist erstmal kein Thema, da der Vater zuhause wo er wohnt auch noch seine Mutter betreuen muss, da diese darauf angewiesen ist. Das und die Tatsache das sich die Mutter derzeit z.B. weil sie noch einen Kredit abbezahlt es sich nicht leisen kann ihn mit zu versorgen. Er will das auch gar nicht! Das mit dem Kind war mehr oder weniger auch so nicht geplant, ist halt jetzt einfach passiert. Warum das so ist, spielt aber auch keine Rolle.

Wichtig ist jetzt, ob er die Vaterschaft anerkennen kann, ohne das er mit dem JC Probleme bekommt, oder ob er die Anerkennung erstmal sein lassen muss bis sich seine Situation bessert oder ein zusammen ziehen möglich wird z.B. durch den Tot seiner Mutter oder wenn er vll mal wieder arbeiten kann und dann genug verdient um evtl eine Pflegekraft aus Polen oder so was für seine Mutter bezahlen kann.

Online NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 10205
Zitat von: Marie92 am 25. Februar 2020, 12:16:13
Seine Freundin verdient zu viel das wenn er bei ihr einziehen würde weiterhin ALG2 bekommen würde, aber zu wenig dass es für beide und das Kind ausreicht.
Hierauf bezog sich meine Antwort, ich empfahl mitnichten den Zusammenzug zu Lasten einer anderen Person.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Online Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 36709

Wichtig ist jetzt, ob er die Vaterschaft anerkennen kann, ohne das er mit dem JC Probleme bekommt

Ich wüsste nicht, welche Probleme das Jobcenter wegen einer Vaterschaftanerkennung machen könnte. Es wäre für das Kind auf jeden Fall sinnvoll, wenn der Vater die Vaterschaft nach der Geburt anerkennt, dann kann die Mutter auch Unterhaltsvorschuss beantragen, da der Vater offenbar nicht leistungsfähig ist - was ihn nicht perse von der Unterhaltspflicht entbindet.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Meine Grundrechte sind weder bedroht noch eingeschränkt. Aber ich fühle mich bedroht von Beschränkten und Rechten.

Offline crazy

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 6977
Richtig.
 Die Anerkennung erledigt man beim Jugendamt. Geht sogar schon vor der Geburt. Was den Vorteil hätte,dass Papa im Notfall Entscheidungen treffen kann  und das Kind beim Standesamt anmelden kann. In der Anerkennung steht dann nur Kind und der gewünschte Nachname des Kindes. Auch das gemeinsame Sorgerecht kann gleich erschlagen werden.

Offline mousekiller

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1937
  • Vorsicht, bissig!
Vaterschaftserklärungen werden beim Jugendamt erledigt. Von dort wird auch ein Unterhaltsanspruch geprüft.

Beim Jugendamt kann er auch eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgeben, wenn sich beide Elternteile darin einig sind.

Wichtig ist, dass er mitteilt, dass er Vater ist und wenn er das Kind vorübergehend betreut. Bei vorübergehender Betreuung hätte er eventuell einen höheren Anspruch auf ALG 2.
Welcome to Babylon the traitors' homes of nower days ~ Diary of Dreams

Offline Marie92

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 24
Vielen lieben Dank Leute, ihr seid super. Ich werde ihm das ausdrucken, dann kann er es sich durchlesen. Denke das hilft ihm dann und beruhigt ihn.