Aufhebungsvertrag und ALG 1

Begonnen von Bürgergeldbezieher2026, 21. September 2026, 22:09:35

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Bürgergeldbezieher2026

Hey alle miteinander!

Mein Kumpel ist unbefristet angestellt und sein Arbeitgeber will ihn loswerden.

Er hat jetzt einen Aufhebungsvertrag unter die Nase gehalten bekommen, bei dem er eine Abfindung von 5.000 Euro + Weihnachtsgeld und Freistellung von 3 Monaten mit den dementsprechenden Monatsgehältern die er sonst auch bekommt, nur eben ohne zu Arbeiten.

Und ein Arbeitszeugnis mit mindestens guter Bewertung.

Wie ist das dann mit dem ALG1?...würde er das dann trotzdem bekommen?

Robert22

Ein Aufhebungsvertrag führt regelmässig zu einer Sperrfrist von zwölf Wochen.

Aber es gibt auch da wohl einige Ausnahmen .. -> https://www.kanzlei-hasselbach.de/blog/aufhebungsvertrag-sperre-arbeitslosengeld/
 

Dwight Manfredi

Eine Abfindung wird zwar nicht direkt mit dem ALG 1 verrechnet, aber das ALG 1 ruht, wenn das Arbeitsverhältnis vor Ablauf seiner ordentlichen, gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfrist endet. Die 3 Monate Freistellung überbrücken genau 3 Monate Kündigungsfrist. Wenn das seine korrekte Kündigungsfrist ist, droht aus diesem Punkt kein Schaden.

Ein Aufhebungsvertrag ist reine Verhandlungssache. Einmal unterschrieben, gibt es kein Zurück mehr und er kann nicht mehr vor dem Arbeitsgericht klagen. Wenn die Firma ihn unbedingt loswerden will, hat er eine starke Verhandlungsposition. Wenn 5.000 € unter der "0,5 Gehälter pro Beschäftigungsjahr"-Regel liegen, sollte er mehr fordern.