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Kommission will den deutschen Sozialstaat rigoros umbauen

Begonnen von neutralessential, 26. Januar 2026, 20:06:09

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Kurzpfennig

Diese "Fusion" bleibt ab zu warten, Theorie und Praxis treffen auf einander, dafür gibt es ja reichlich Beispiele in der Politik. Da wird mal wieder etwas heraus gehauen, und einige Zeit später kristallisieren sich doch Probleme, die jetzt noch gar nicht erkannt wurden.

Kopfbahnhof

Zitat von: Kurzpfennig am 28. Januar 2026, 18:49:22Diese "Fusion" bleibt ab zu warten
Ja, muss man sicherlich tun.

Schon eigenartig, dass der hochgelobte Bürokratieabbau genau in dem Bereich sein soll.
Dazu schon wieder mal unter Vorbehalt, was die Finanzen angeht.
Offenbar erhoffen die sich dadurch Einsparungen, vor allem beim Wohngeld.

peter_m

Zitat von: Quinky am 27. Januar 2026, 16:14:00Das Gremium schlägt vor, dass bis 50 Euro das Erwerbseinkommen behalten werden darf. Danach sollen - etwa bis zur Minijobgrenze von 603 Euro - von jedem Euro noch 10 bis 20 Cent behalten werden dürfen. Mehrarbeit soll sich auszahlen, Genaueres politisch bestimmt werden.

ein lächerliches Argument wegen Mehrarbeit ist mir noch nicht unter gekommen.
Klartext:
vorgeschlagen wird 50€ wird nicht angerechnet, bis zur Minijobgrenze dann 10%/20% Selbstbehalt.
D. H.:
ALLE ca. 800.000 jetzigen Minijobber bekommen WENIGER Geld!
Eine größere Lüge wegen Beendigung des Missstandes zum besseren Anreiz zur Mehrarbeit gibt es nicht.
Hat Frau Bas überhaupt die heutigen geltenden Bedingungen gelesen?

Ich glaube schon, dass der Ausschuss die heutigen Bedingungen für Einkommensanrechnung gelesen hat.
Und er hat zur Kenntnis genommen, dass 1/4 der Aufstocker nur für genau 100€ im Monat arbeitet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass unter "Mehrarbeit" sozialversicherungspflichtiges Arbeitsvolumen verstanden wird.
Eine Erhöhung des Zuverdienstes von 100 auf 150 € hilft niemandem.
Insofern ist es erklärtes (und für mich nachvollziehbares Ziel), Minijobs im Rahmen der Einkommensanrechnung weniger attraktiv zu gestalten als sie es aktuell sind.
Das Ziel von Mehrarbeit ist nicht, einen Hinzuverdienst von 100€ zu erzielen, sondern seine Hilfsbedürftigkeit deutlich zu verringern oder zu beenden.
Im Gegenzug wird die Anrechnung von Einkommen bei höheren Einkommen im Gegensatz zu heute reduziert.

Ich finde, das macht Sinn.

Quinky

Es geht nicht nur um Minijobs, sondern um ALLE Jobs, bei denen Aufstockung benötig wird. Alle, also MEHR als 1 Million arbeitende ALGII-Empfänger sollen WENIGER Geld bekommen, denn der prozentuale Freibetrag soll bei ALLEN!!! gekürzt werden- Man muss sich nur die kompletten Neu-Bedingungen durchlesen und kommt auf ein solches Ergebnis.
Selbst bei Teilzeit z.B. und 1.200€ brutto soll man WENIGER behalten dürfen.
z.B-
bisher 100€ Freibetrag plus 20% bis 520€, plus 30% bis 1.000€, plus 10% bis 1.200€.
bei 1.200€ brutto = 348€ Freibetrag
Neu laut Vorschlag
50€ Freibetrag (reicht nicht aus um einen Job anzunehmen = meistens) plus 10% bis 1.200€.
bei 1.200€ brutto = 165€ Freibetrag
Mehrarbeit soll sich NICHT lohnen.
Viele Arbeitgeber WOLLEN Teilzeitkräfte um sie flexibel einzusetzen, oder Minijobber.

Quinky

Zitat von: Quinky am 29. Januar 2026, 11:24:52Es geht nicht nur um Minijobs, sondern um ALLE Jobs, bei denen Aufstockung benötig wird. Alle, also MEHR als 1 Million arbeitende ALGII-Empfänger sollen WENIGER Geld bekommen, denn der prozentuale Freibetrag soll bei ALLEN!!! gekürzt werden- Man muss sich nur die kompletten Neu-Bedingungen durchlesen und kommt auf ein solches Ergebnis.
Selbst bei Teilzeit z.B. und 1.200€ brutto soll man WENIGER behalten dürfen.
z.B-
bisher 100€ Freibetrag plus 20% bis 520€, plus 30% bis 1.000€, plus 10% bis 1.200€.
bei 1.200€ brutto = 348€ Freibetrag
Neu laut Vorschlag
50€ Freibetrag (reicht nicht aus um einen Job anzunehmen = meistens) plus 10% bis 1.200€.
bei 1.200€ brutto = 165€ Freibetrag
Mehrarbeit soll sich NICHT lohnen.
Viele Arbeitgeber WOLLEN Teilzeitkräfte um sie flexibel einzusetzen, oder Minijobber.
m Gegenzug wird die Anrechnung von Einkommen bei höheren Einkommen im Gegensatz zu heute reduziert.

Das Gegenteil ist der Fall, denn erst bei 3.200€ brutto fängt eine Reduzierung an!!!
40Stunden-Woche bei Mindestlohn ergibt 2.400€ brutto


peter_m

Es können auch 20% anrechnungsfrei werden.
Ein Monat hat für Personaler 4,33 Wochen (52 Wochen / 12 Monate). Der Mindestlohn bringt also 15 x 40 x 4,33 = 2.600€.
Und vielleicht kann man auch mal versuchen, mehr als den Mindestlohn zu verdienen.

Gut ist, wenn 100€-Jobs nicht mehr der Standard sind. Den Rest gibt's schwarz auf die Hand. Tolles Modell.

Quinky

Der Mindestlohn beträgt nicht 15€ sondern 13,90 also bei Vollzeit 2.400€

peter_m

Zitat von: Quinky am 29. Januar 2026, 14:36:06Der Mindestlohn beträgt nicht 15€ sondern 13,90 also bei Vollzeit 2.400€
Das ist nicht viel.