Jobcenter sieht Eigenkündigung als Musterbeispiel für sozialwidriges Verhalten

Begonnen von selbiger, 18. April 2026, 06:49:15

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Sheherazade, Chefkoch, GoetzB und 5 Gäste betrachten dieses Thema.

Sheherazade

Zitat von: Vollloser am 19. April 2026, 18:20:39Ich tippe mal, Du bist ostdeutsch sozialisiert !?

Keine Ahnung, worauf du hinaus willst, aber in Westdeutschland ist die Generation nach dem Mauerbau nicht in der Zeit stehen geblieben, das betrifft nur einzelne Exemplare so wie dich.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967
"Wir leben in einer Zeit, in der sich Dummheit nicht mehr versteckt, sondern gewählt, bezahlt, beklatscht und als Erfolg verkauft wird."
"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

Vollloser

Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt mittlerweile unter den ganz jungen Leuten/Frauen einen regelrechten Trend zu sog. "konservativer Weiblichkeit" - auch im Hinblick auf partnerschaftliches Rollenverhalten !
Und unter Muslimen ist dieses "Rollenverhalten" sowieso absolut angesagt - und - auch in sog. "fundamentalchristlichen Kreisen" (hauptsächlich Westdeutschland).

Diese Trends u. Orientierungen will allerdings Klingbeil nun mit der Abschaffung des sog. "Ehegattenspittings" u. Familienversicherung in der KK endlich unterbinden (sog. "Fehlanreize"). Denn die Frauenemanzipation ist ja (in Wirklichkeit), zum Ärger der "woken Politik", bisher gescheitert !
Die Frauen bleiben bundesweit (!) auch heute noch meist für kleine Kinder lieber zu Hause !!
Wollen auch deshalb keine Kariere machen, usw....

Tja Glückwunsch liebe Sheherazade !
DU warst der Zeit dann wohl schon lange voraus !  :ok:
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !

Sheherazade

Zitat von: Vollloser am Heute um 10:53:26Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt mittlerweile unter den ganz jungen Leuten/Frauen einen regelrechten Trend zu sog. "konservativer Weiblichkeit" - auch im Hinblick auf partnerschaftliches Rollenverhalten !

Dann mal gut, dass ich mit Jahrgang 63 nicht mehr zu den ganz jungen Leuten/Frauen gehöre. Und deine "konservative Weiblichkeit" ist ganz offensichtlich dem Programm und den Leitlinien der blaunen Partei geschuldet und besonders stark im Osten der Republik vertreten.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967
"Wir leben in einer Zeit, in der sich Dummheit nicht mehr versteckt, sondern gewählt, bezahlt, beklatscht und als Erfolg verkauft wird."
"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

Sheherazade

Zitat von: Vollloser am Heute um 10:53:26Denn die Frauenemanzipation ist ja (in Wirklichkeit), zum Ärger der "woken Politik", bisher gescheitert !
Die Frauen bleiben bundesweit (!) auch heute noch meist für kleine Kinder lieber zu Hause !!
Wollen auch deshalb keine Kariere machen, usw....

Nur mal ein paar Fakten zu deinem Blödsinn (du scheinst ein Problem mit erwachsenen Frauen zu haben): Die Erwerbstätigkeit von Frauen insgesamt ist seit 1991 in Deutschland um 30 % gestiegen, wobei 2024 etwa 74 % der Frauen erwerbstätig waren. Im Jahr 2016 waren 74 % der Mütter in Deutschland erwerbstätig, was über dem EU-Durchschnitt von 68 % lag. Während das Erwerbsvolumen der Mütter in Westdeutschland im Vergleich zu vor zwölf Jahren gestiegen ist, liegt es in Ostdeutschland niedriger. Trotz steigender Erwerbsbeteiligung sind Mütter in Deutschland häufiger in Teilzeit als in Vollzeit beschäftigt. Die Erwerbstätigkeit ist besonders bei Müttern mit jüngeren Kindern (unter 3 Jahren) niedriger, steigt aber mit zunehmendem Alter des Kindes an.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967
"Wir leben in einer Zeit, in der sich Dummheit nicht mehr versteckt, sondern gewählt, bezahlt, beklatscht und als Erfolg verkauft wird."
"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

Vollloser

Zitat von: Sheherazade am Heute um 11:07:36Und deine "konservative Weiblichkeit" ist ganz offensichtlich dem Programm und den Leitlinien der blaunen Partei geschuldet und besonders stark im Osten der Republik vertreten.

Glaub ich gar nicht mal, dass die vielen "blaue-Partei-Wähler" in Ostdeutschland die "konservative Weiblichkeit" als Hauptwahlgrund haben. Auch nicht mal als Zweit- oder Drittgrund.
Die in Ostdeutschland wollen sich gegen die "Überfremdung" mit den vielen Fremdländern wehren, und gestiegene Kriminalität, und die hohen Schulden für Krieg und der Gleichen. Außerdem haben sie Allergie gegen kommunistisch/sozialistisch anmutende Politik entwickelt, was diese Partei ja eben nicht praktizieren will.

Und man bedenke - diese Partei hat eine Parteichefin, die derart "woke" und "modern" lebt, wie kaum ein anderes Mitglied des deutschen Bundestages !!
Eigentlich auch irgendwie lustig.

Zitat von: Sheherazade am Heute um 12:25:55Trotz steigender Erwerbsbeteiligung sind Mütter in Deutschland häufiger in Teilzeit als in Vollzeit beschäftigt.

Ja, das mit der Teilzeit habe ich vergessen.
Dieses Teilzeit (ein bisschen Erwerbsarbeit) ist natürlich dem geschuldet, dass durch den Kapitalismus (Zinseszins) die Lebenshaltungskosten über die Jahre immer leicht mehr gestiegen sind, aber der Verdienst von Angestellten deutlich weniger (im Verhältnis). Deshalb mussten die Mütter sich dann immer noch etwas "dazu verdienen", um gut (genug) leben zu können. Aber genau das reicht ja nun unserem Finanzminister auch nicht mehr !
Die Mütter, die Teilzeit arbeiten gehen, tun es also i. d. R. eher aus "finanziellem Defizit" heraus, und nicht aus emanzipatorischen Gründen.
Die die wirklich emanzipatorische Ambitionen an der Stelle haben, sind schon immer von Hause aus so bald wie irgend möglich einer Vollzeit-Beschäftigung nachgegangen (so wie Du !?!).

Und das besonders kuriose ist ja - das "Fakten-Lernfleíß-GEN" ist mehr Östrogen gestützt, was zu Folge hat, dass es an den Universitäten mehr Studentinnen gibt als Studenten. Dieses stille sitzen und jemandem zuhören und sich merken was die Person erzählt, haben Mädchen besser drauf als Jungs. Deshalb sind Mädchen im Schnitt auch besser in der allgemeinbildenden Schule schon.
Das heißt, die Mädchen qualifizieren sich in unserem Lehrsystem stark hoch - merken dann auf einmal, dass es mit dem Partnerangebot da oben dünn wird - lassen sich auf einen in etwa "gleichwertigen" Lebenspartner ein - werden Schwanger - und arbeiten dann nach dem "Abstillen" ein bisschen halbtags in einer Boutique, oder so, bis dann das nächste Kind kommt...
Für dieses Phänomen gibt es sogar ein Fachbegriff. Fällt mir jetzt nicht ein.
Tja.
Sei wirklich Kunde - und keine Ware !

peter_m

Zitat von: Vollloser am Heute um 10:53:26Diese Trends u. Orientierungen will allerdings Klingbeil nun mit der Abschaffung des sog. "Ehegattenspittings" u. Familienversicherung in der KK endlich unterbinden (sog. "Fehlanreize"). Denn die Frauenemanzipation ist ja (in Wirklichkeit), zum Ärger der "woken Politik", bisher gescheitert !
Die Frauen bleiben bundesweit (!) auch heute noch meist für kleine Kinder lieber zu Hause !!
Wollen auch deshalb keine Karriere machen, usw....

Deine völkische Weltanschauung finde ich ziemlich schwer zu ertragen.
Der TREND geht ja genau in die gegengesetzte Richtung.
Frauen bleiben zwar weiterhin kurzzeitig für ihre kleinen Kinder zu Hause, starten danach aber zunehmend eher wieder ins Berufsleben.
Es mag ja in bestimmten Schichten von AfD-Wählern auf dem Land, in denen familiärer Hintergrund und Bildungsniveau ohnehin keine berufliche Perspektive eröffnen, den Trend zur Hauswife geben.
Für moderne, junge Menschen in Großstädten mit zukunftsorientierten Werten und optimistischen Erwartungen an das Leben ist das nichts.

Und ich bin heilfroh, dass sich keine meiner Töchter jemals auf einen dieser simplen, rückwärtsgewandten Volldeppen einlassen würde.  :grins:

Sheherazade

Zitat von: Vollloser am Heute um 13:59:16Die Mütter, die Teilzeit arbeiten gehen, tun es also i. d. R. eher aus "finanziellem Defizit" heraus, und nicht aus emanzipatorischen Gründen.
Die die wirklich emanzipatorische Ambitionen an der Stelle haben, sind schon immer von Hause aus so bald wie irgend möglich einer Vollzeit-Beschäftigung nachgegangen (so wie Du !?!).

Die Gründe, warum Mütter arbeiten gehen, sind doch völlig uninteressant und sehr individuell. Es fragt ja auch niemand "Warum gehen Väter arbeiten?".

Auch, wenn ich dich enttäuschen muss, mit 4 Kindern ist eine aushäusige Vollzeittätigkeit einfach nicht drin - alleine die Kinderbetreuungskosten hätten das Gehalt fast vollständig aufgefressen, dazu kommen dann noch Wegekosten. Es hat aber immer für ein solides Einkommen sowie letztendlich eine gute Position im Unternehmen gereicht. Und jetzt reicht es sogar für eine auskömmliche vorzeitige Rente. Irgendwann hat auch Frau die Schnauze voll vom Arbeiten.

Ein angenehmer Nebeneffekt meiner Berufstätigkeit war, dass meine 2 Töchter wissen, dass auch Frauen alles schaffen können und meine 2 Söhne Respekt (keine Angst!) vor eigenständigen Frauen haben und sich kein "bodenständiges Weibchen" anlachen, nur damit sie sich als Mann fühlen können - Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen für alle.
"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967
"Wir leben in einer Zeit, in der sich Dummheit nicht mehr versteckt, sondern gewählt, bezahlt, beklatscht und als Erfolg verkauft wird."
"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"

anne

Zitat von: Sheherazade am Heute um 14:45:40Ein angenehmer Nebeneffekt meiner Berufstätigkeit war, dass meine 2 Töchter wissen, dass auch Frauen alles schaffen können und meine 2 Söhne Respekt (keine Angst!) vor eigenständigen Frauen haben und sich kein "bodenständiges Weibchen" anlachen, nur damit sie sich als Mann fühlen können
Meine Geschwister und ich brauchten keine berufstätige Mutter um zu erkennen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind und auf Augenhöhe miteinander umzugehen haben..
Meine Mutter versteht unter Emanzipation u.a., ihr Leben so zu gestalten, wie es ihr gefällt (Selbstbestimmung).
Ich nehme mal an, sie hatte auch einfach keine Lust mehr auf ihren Job. War auch nicht nötig...

Zitat von: Sheherazade am Heute um 10:31:59
Zitat von: Vollloser am 19. April 2026, 18:20:39Ich tippe mal, Du bist ostdeutsch sozialisiert !?

Keine Ahnung, worauf du hinaus willst, aber in Westdeutschland ist die Generation nach dem Mauerbau nicht in der Zeit stehen geblieben, das betrifft nur einzelne Exemplare so wie dich.
Ich würde davon ausgehen, dass Vollloser auf die emanzipierte ostdeutsche Frau anspielt. Denn wenn wir mal ehrlich sind, war Ostdeutschland diesbezüglich dem Westen weit voraus... wenn auch aus anderen Gründen (volkswirtschaftliche Notwendigkeit)

Sheherazade

Zitat von: anne am Heute um 15:53:22Meine Geschwister und ich brauchten keine berufstätige Mutter um zu erkennen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind und auf Augenhöhe miteinander umzugehen haben..
Meine Mutter versteht unter Emanzipation u.a., ihr Leben so zu gestalten, wie es ihr gefällt (Selbstbestimmung).

Meine Geschwister und ich hätten das auch nicht gebraucht für diese Erkenntnis ebenso wenig wie meine Kinder, war halt Erziehungssache (deshalb schrieb ich ja Nebeneffekt). Das Einkommen meiner Mutter als auch meines später war aber nunmal erforderlich für einen gewissen Lebensstandard ohne Sozialleistungen in einer Großstadt. Außerdem habe ich meine Arbeit schon vor den Kinder geliebt. Für mich persönlich gehört zu einem selbstbestimmten Leben aber auch ein Minimum an finanzieller Unabhängigkeit, zumindest vorausschauend im Alter.

Zitat von: anne am Heute um 15:53:22Ich würde davon ausgehen, dass Vollloser auf die emanzipierte ostdeutsche Frau anspielt.

Mag sein, leider schreibt er von solchen Sachen wie ein Blinder von der Farbe.

Zitat von: anne am Heute um 15:53:22Denn wenn wir mal ehrlich sind, war Ostdeutschland diesbezüglich dem Westen weit voraus...

Die Betonung liegt aufgrund der rückläufigen Entwicklung auf "war", nehme ich an.

"In Krisenzeiten suchen  die Intelligenten nach Lösungen, während die Schwachköpfe nach Schuldigen suchen." Totó 1898-1967
"Wir leben in einer Zeit, in der sich Dummheit nicht mehr versteckt, sondern gewählt, bezahlt, beklatscht und als Erfolg verkauft wird."
"Höher, schneller, weiter!" ist nicht das Problem. Das Problem ist: "Ich zuerst!", "Alles meins!" und "Mir doch egal!"